DIT München

Autor / Redakteur: I. Finsterwalder / Silvia Lulei

Das Gebrauchtwagengeschäft der Augsburger AVAG-Tochter DIT-München will künftig mehr Gebrauchte in der Preisklasse zwischen 5.000 und 15.000 Euro anbieten. Bei solchen Fahrzeugen sei ein Betriebsergebnis von 8 bis 10% realistisch.

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„Früher hat jede Filiale ihr eigenes Süppchen gekocht. Jetzt laufen alle Fäden bei mir zusammen.“ Markus Grundig, verantwortlich für das Gebrauchtwagengeschäft der Augsburger AVAG-Tochter DIT München, hat die Stellhebel fest in der Hand. Die DIT hat gerade ihre dritte Toyota-Filiale am Frankfurter Ring in München eröffnet und Grundig hat schon eine lange Aufgabenliste: „Wir bringen gerade ein System in die Gebrauchtwagenaktivitäten der drei Standorte. Das hat Priorität.“

Einer der wichtigsten Punkte dabei ist, die Einkaufsquellen kritisch zu durchforsten. Grundig besucht seine wichtigsten Lieferanten, um sich vor Ort selbst von der Qualität der Fahrzeuge zu überzeugen. Parallel dazu hält der Gebrauchtwagenmanager nach neuen Lieferanten Ausschau: „Wir sind für jedes Angebot offen, sofern es sich rechnet.“

Die Münchener DIT-Betriebe wollen künftig mehr Gebrauchte in der Preisklasse zwischen 5.000 und 15.000 Euro anbieten. Bei solchen Fahrzeugen sei ein Betriebsergebnis von 8 bis 10% realistisch. Ein wichtiger Eckpfeiler von Grundigs strategischem Gebrauchtwagenmanagement ist die systematische Bestandserfassung sowie die permanente Anpassung der Gebrauchtwagenpräsentation vor Ort. Daher nimmt Grundig mit seinem Team nahezu täglich die Gebrauchtwagen der DIT-Filialen unter die Lupe. Um flexibel auf den Markt reagieren zu können, setzt er im Einkauf neben diversen Großhändlern auch auf Fahrzeugauktionen. Im Verkauf dagegen nutzt der Autohausmanager immer häufiger Onlinebörsen.

Fahrzeugqualität entscheidend

Die ganzen Anstrengungen nutzen jedoch nichts, wenn die Qualität der Fahrzeuge nicht stimmt. „Mit unseren Top-Gebrauchten und unserer Fünfjahres-Eigengarantie punkten wir mehr denn je bei unseren Kunden“, berichtet Grundig. Gerade in Zeiten einer allgemeinen Kaufzurückhaltung sei die Garantie ein wichtiges Kaufargument. Honoriert werde von den DIT-Kunden auch die große Auswahl an jungen gebrauchten Toyota-Fahrzeugen. 2007 verkaufte die DIT rund 650 Gebrauchte. Für dieses Jahr rechnet der DIT-Gebrauchtwagenverantwortliche mit 1.000 bis 1.200 verkauften Gebrauchtwagen.

Mehr Fremdfabrikate

Mit durchschnittlichen Standzeiten von unter 60 Tagen steht die DIT gut da. Grundig begründet den guten Verkauf auch mit attraktiven Anreizen für die Verkäufer: „Wir wollen Fahrzeuge nicht erst dann im Abverkauf fördern, wenn sie lange stehen, sondern bereits im Vorfeld.“ Der Verkäufer soll davon profitieren, wenn die Fahrzeuge schnell umgeschlagen werden.

Den Mix zwischen Fremdfabrikaten und Toyota-Modellen will Grundig optimieren. Heute dominieren noch Toyotas im DIT-Gebrauchtwagenbestand mit einem Verhältnis von 80:20. Über kurz oder lang soll sich das Verhältnis in Richtung 60:40 ausgleichen. Damit hofft Grundig, künftig ein breiteres Publikum anzusprechen.

Die Verkäufer sollen künftig schneller auf die Fahrzeuge der anderen Filialen zugreifen können. Idealerweise sollte ein Gebrauchtwagen binnen eines halben Tages von einer Filiale in die nächste geliefert werden können. Das erfordert eine enge und reibungslose Kommunikation unter den sechs Gebrauchtwagenverkäufern sowie mit den Verkaufsleitern. Da der Teamgedanke im Autohaus groß geschrieben wird, sei dies selbstverständlich. Alle Verkäufer seien, so Grundig, topp geschult, doch letztendlich sei die Eigenmotivation der Verkäufer entscheidend für den Verkaufserfolg. Zur Motivation trägt natürlich auch marktfähige Ware bei, wie Grundig weiß: „Daher beziehen wir unsere Verkäufer beim Einkauf mit ein. Denn sie wissen am besten, was vor Ort geht.“

Grundig sieht das Gebrauchtwagengeschäft der DIT als Zugpferd für das Gesamtunternehmen. Allerdings müsse man sich an den derzeitigen Standorten aufgrund der zu geringen Präsentationsfläche einschränken. Im Zuge der Expansion der DIT jedoch hält der Autohausmanager künftig ein Potenzial von jährlich 1.500 bis 2.000 Gebrauchtwagenverkäufen für realistisch.

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