DMS: Anwender gibt Richtung vor

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Das Softwareunternehmen T-Systems International entwickelt aktuell ein neues Dealer-Management-System für Händler der VW-Konzern-Marken als Alternative zu Cross. Besonders ist daran nicht nur, dass es in Zusammenarbeit mit Händlergruppen entsteht.

T-Systems rollt das neue DMS schrittweise aus und ergänzt es um neue Module.
T-Systems rollt das neue DMS schrittweise aus und ergänzt es um neue Module.
(Bild: T-Systems)

Warum ein Dealer-Management-System (DMS) weiterentwickeln, wenn der Volkswagen-Konzern die flächendeckende Einführung des herstellereigenen Systems Cross pusht? Katrin Strobel aus dem Bereich Automotive Retail von T-Systems International hat darauf eine klare Antwort: „Weil Wettbewerb wichtig ist. Nur durch Wettbewerb lässt sich Stillstand vermeiden.“ Das Unternehmen entwickelt seit Juni 2017 mit Vaudis X ein Nachfolgeprogramm seiner beiden DMS Vaudis Classic und Vaudis Pro. Ersteres ist bereits seit rund 30 Jahren auf dem Markt und laut T-Systems immer noch bei fast jedem zweiten VW-Partner im Einsatz. „Die Anwender schätzen die Stabilität und Zuverlässigkeit von Vaudis. Nicht zuletzt deshalb sind einige Händler aktiv mit der Bitte an uns herangetreten, das System weiterzuentwickeln“, bemerkt Katrin Strobel.

Bei der Entwicklung geht der Softwarespezialist einen neuen Weg: Das Unternehmen hat mehrere VW-Handelsgruppen verschiedener Größe als Entwicklungspartner mit an Bord geholt. Diese haben laut T-Systems im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft von Volkswagen einen Gesamtmarktanteil von rund 50 Prozent. In den kommenden Monaten werden sie weiterhin ihre Anforderungen und Ideen in Workshops einfließen lassen. „Auf diesem Weg wollen wir sicherstellen, dass wir alle relevanten Praxisanforderungen umsetzen“, erläutert Katrin Strobel den Grund für diese Vorgehensweise.