Dongle-Lösungen: Schöne neue Servicewelt

Autor / Redakteur: Frank Schlieben / Norbert Rubbel

Die Vernetzung von Fahrzeugen und Werkstätten ist in aller Munde. Auf den Zug der digitalen Übermittlung von Servicedaten wollen immer mehr Unternehmen aufspringen. Doch noch fehlt es an überzeugenden Geschäftsmodellen.

Das ist längst keine Zukunftsvision mehr: Daten, die auf der App zu sehen sind, sieht auch der Mechaniker in der Werkstatt.
Das ist längst keine Zukunftsvision mehr: Daten, die auf der App zu sehen sind, sieht auch der Mechaniker in der Werkstatt.
(Bild: © vectorfusionart - Fotolia)

Sie werben mit „Der Dongle für den Service läutet ein neues Zeitalter der Kundenbetreuung ein“ und „Neue Dimension dank Service 4.0“ – die Anbieter von Telematiklösungen. Die Technik ist aber nicht wirklich neu. Im Prinzip verbirgt sich dahinter ein auf Miniaturgröße geschrumpftes Diagnosegerät, das in die OBD-Schnittstelle eingesteckt wird und permanent Daten aus dem Fahrzeug ausliest und speichert.

Zur Übertragung der Daten an einen Automobilhersteller, Serviceprovider oder an eine Werkstatt ist eine mobile Datenverbindung erforderlich. Die wird über eine App des Dongle-Anbieters mittels Bluetooth-Verbindung zum Smartphone des Anwenders an einen vom Kunden zu bestimmenden Servicepartner übermittelt. Der kann dann all das mitlesen, was der OBD-Dongle an Daten über die OBD-Schnittstelle ausliest. Dazu gehören – je nach Dongle und Hersteller – die Statusdaten des Fahrzeugs wie Öl- und Wassertemperatur, Drehzahl, gefahrene Geschwindigkeit und Fahrzeit. Die Steuergeräte für die Komfortelektronik liefern auch Informationen aus den Airbags oder Positions- und Navigationsdaten.