E-Autos
Droht eine Ersatzteilknappheit bei Batterien?
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Hochvoltbatterien sind keine normalen Ersatzteile, die man problemlos jahrelang lagern kann. Deshalb stellen sie die Autohersteller vor enorme Probleme. Wie diese gelöst werden könnten, hat die Unternehmensberatung Berylls untersucht.
Die Bevorratung mit Ersatzteilen ist für die Autohersteller ein Balanceakt zwischen möglichst niedriger Kapitalbindung und möglichst hoher Kundenzufriedenheit. Das Problem ist schon bei herkömmlichen Ersatzteilen nicht einfach zu lösen – doch bei Batterien für Elektroautos nimmt es enorme Dimensionen an. Die hohen Preise für EV-Batterien und der große Aufwand, den ihre Lagerung verursacht, stellen die Branche vor bisher unbekannte Herausforderungen. Die Unternehmensberatung Berylls by Alix Partners hat sich nun mit diesem Problem beschäftigt und die unterschiedlichen Methoden untersucht, mit denen die OEMs künftig den Ersatzteilbedarf bei Hochvoltbatterien decken können.
Die Batterie ist die mit Abstand teuerste Einzelkomponente des Gesamtfahrzeugs, mit einem Anteil von 31 Prozent an den Herstellungskosten. In der Serienproduktion liegen die absoluten Kosten für eine Hochvoltbatterie im von Berylls berechneten Beispiel bei 9.300 Dollar. Wird der Stromspeicher hingegen nach Ende der Produktion des Fahrzeugs in kleinen Stückzahlen für den Ersatzteilmarkt weiterproduziert, steigt der Preis auf das Vierfache – die Herstellungskosten lägen dann bei 37.200 Dollar. Ein Batterietausch würde damit in praktisch jedem Fall den Restwert des Fahrzeugs überschreiten. Würde der OEM allerdings eine gewisse Charge aus der Serienproduktion für späteren Ersatzbedarf auf Lager legen, dann droht mit der Zeit ein Verlust an Speicherleistung, selbst wenn die Batterien fachmännisch gelagert werden. Denn sie bauen nicht nur durch die Nutzung ab, sie unterliegen auch einer kalendarischen Alterung.
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