Gebrauchte Ersatzteile Du Eckart, der geht ja noch!

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 8 min Lesedauer

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Ob „zöllig Schieber“, Aluminiumrad oder Motorhaube – Gebrauchtteile rücken als kostengünstige Alternative zum Neuteil zunehmend in den Blick. Während erste Autohersteller sich dem Thema öffnen, ist der Teilegroßhandel noch zurückhaltend.

Aluminiumräder sind eine der absatzstärksten Warengruppen im Mercedes-Benz Gebrauchtteilecenter.(Bild:  Philipp Rupprecht)
Aluminiumräder sind eine der absatzstärksten Warengruppen im Mercedes-Benz Gebrauchtteilecenter.
(Bild: Philipp Rupprecht)

Was Meister Röhrich (ja richtig – „Gas, Wasser, Sch...“) schon im ersten „Werner“-Film wusste: Altteile lassen sich wiederverwenden, wenn sie „noch gehen“! Natürlich dreht es sich in der Autobranche nicht um den berühmten „zöllig Schieber", sondern in erster Linie um Außenhautteile, aber das Prinzip der Wiederverwendung ist keineswegs neu.

Neu ist allerdings der Druck, der heutzutage dahintersteckt: Während der Verbraucherpreis-Index seit 2014 um etwa 28 Prozent gestiegen ist, haben Autohersteller ihre Ersatzteilpreise im Durchschnitt um fast 75 Prozent erhöht, meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der durchschnittliche Sachschaden in der Kfz-Haftpflichtversicherung betrug laut GDV im letzten Jahr rund 4.000 Euro, verglichen mit 2.500 Euro im Jahr 2013. Kein Wunder also, dass die Versicherer laute Kritik an den steigenden Reparaturkosten äußern.