Dürkop eröffnet in Pankow

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Zu der derzeit schwierigen Situation bei dem Rüsselsheimer Hersteller sagt Stefan N. Quary: „Opel muss die Marke aufladen und ihr wieder ein Gesicht geben.“ Das müsse den Verbrauchern verständlicher als bislang vermittelt werden. „In Rüsselsheim hat man das mittlerweile auch eingesehen.“ Außerdem sei aus Händlersicht wichtig, dass die Produkte mit Blick auf die Kernzielgruppe passender eingepreist würden.

In mehreren Mailingwellen hat Dürkop den ehemaligen, rund 10.000 Adressen umfassenden Metz-Kundenstamm auf die Wiedereröffnung des Standorts aufmerksam gemacht. Dazu wurden Print- und Radio-Kampagnen geschaltet, um in Pankow für das neue Autohaus zu trommeln.

Weitere Filialen vor allem im Berliner Umland denkbar

„Ich kann mir durchaus noch weitere Berliner Filialen vorstellen“, sagt der Dürkop-Chef. Allerdings hat Stefan N. Quary hierbei eher das Umland als das Stadtzentrum im Blick.

Erstmal eröffnet Dürkop aber im Herbst ein neues Opel-Teilelager in der Berliner Wittestraße. Mittelfristig will Quary die Teilelogistik-Aktivitäten der Gruppe mit Opel stark ausbauen und den Freien Markt auch mit Kia-, Fiat- und Ford-Teilen beliefern.

Durch die 2012 getätigte Expansion wächst der Personalstand bei Dürkop in diesem Jahr um deutlich mehr als zehn Prozent. Eine der wichtigsten Integrationsmaßnahmen für neue Mitarbeiter ist laut Stefan N. Quary eine etwa zehnköpfige „Task Force“ aus allen für ein Autohaus relevanten Bereichen. Die langjährigen Dürkop-Mitarbeiter coachen zwei bis drei Wochen lang die neu hinzu gekommenen Kollegen beim Tagesgeschäft an den jeweiligen IT-Systemen und geben Tipps zur Optimierung der Prozesse. „Die neuen Mitarbeiter nehmen das von einem Praktiker bereitwilliger an“, sagt der Dürkop-Chef.

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Die Dürkop-Gruppe ist die größte Autohandelsgesellschaft der Nürnberger Versicherung. In Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Berlin und Brandenburg betreibt das Unternehmen 22 Standorte – in der Bundeshauptstadt sind es 4 (Lichtenberg, Prenzlauer Berg, Karlshorst und Hoppegarten). Die rund 850 Mitarbeiter erwirtschafteten 2011 einen Umsatz von 340 Millionen Euro. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 7.500 Neu- und 13.500 Gebrauchtfahrzeuge vermarktet. Kernmarken der Gruppe sind Opel, Ford, Fiat, Kia und Chevrolet.

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