Zukunft der HU Bleibt alles anders?

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Mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge bedeuten weniger UMA im Rahmen der HU. Vom TÜV-Verband und vom ZDK wollte »kfz-betrieb« wissen, ob bereits Planspiele existieren, den Zeitgewinn für intensivere oder neue Prüfungen zu nutzen.

Ohne Verbrennungsmotor keine Abgasuntersuchung. Soll der Zeitgewinn für intensivere oder neue Prüfungen im Rahmen der HU genutzt werden?(Bild:  Pro Motor/T. Volz)
Ohne Verbrennungsmotor keine Abgasuntersuchung. Soll der Zeitgewinn für intensivere oder neue Prüfungen im Rahmen der HU genutzt werden?
(Bild: Pro Motor/T. Volz)

Vor zwei Jahren lag der Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge am deutschen Pkw-Gesamtbestand bei rund 1,2 Prozent – Plug-in-Hybride eingeschlossen. Einer Prognose aus dem gleichen Jahr zufolge wird dieser Anteil bis zum Jahr 2030 auf 24,4 Prozent wachsen, was einer Zahl von 11,55 Millionen Fahrzeuge entsprechen würde (Quelle: TÜV-Verband). Die Zielmarke von 15 Millionen E-Fahrzeugen, festgelegt im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierungsparteien, würde damit zwar deutlich verfehlt. Doch legt man den heutigen Pkw-Gesamtbestand von 48,7 Millionen Fahrzeugen auch für das Jahr 2030 zugrunde und lässt den Anteil der Plug-in-Hybride unberücksichtigt, wäre zu Beginn der 2030er-Jahre an knapp einem Viertel des Gesamtbestands keine Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems (UMA) mehr erforderlich – Tendenz vermutlich stark steigend.

Branchenverbände und Prüforganisationen tun also gut daran, bereits heute über diese Veränderung nachzudenken und Planspiele zu entwickeln, ob und wie der Zeitgewinn innerhalb der HU genutzt werden kann.