E-Klasse T-Modell: Kombi mit klarer Kante

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Daimler hat das neue T-Modell der E-Klasse vorgestellt. Mit noch mehr Raumangebot als beim Vorgänger und der geballten Technikkompetenz der Limousine soll es die Erfolgsgeschichte der Mercedes-Kombis fortschreiben.

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Modische Modellbezeichnungen aus dem Marketingsprech hat Mercedes zumindest bei diesem Auto nicht nötig: Die Kombiversion der E-Klasse heißt wieder T-Modell – wie schon vor über 30 Jahren die Heckklappenversion des W 123. Nicht Sportback und nicht Sports Tourer, einfach T-Modell.

Einfach ist sonst aber nichts am neuen E-T. Die geballte Technikkompetenz der Limousine von der Müdigkeitserkennung bis zur automatischen Vollbremsung bei akuter Aufprall-Unfallgefahr, vom Adaptiven Fernlicht-Assistenten bis zur aktiven Motorhaube besitzt selbstverständlich auch der Kombi. Noch dazu hat Mercedes es geschafft, bei kaum veränderten Außenmaßen den Innenraum deutlich zu vergrößern. Ein Ladevolumen von bis zu 1.950 Litern bei einer Länge von 4.895 Millimetern spricht für gute Raumausnutzung, zu der auch die jetzt wieder kantigere Karosserieform mit dem recht steil stehenden Heckabschluss beiträgt. Welche Platzbeschränkung hingegen eine betont „sportliche“ Karosserieform mit sich bringt, zeigt beispielsweise der Opel Insignia Sports Tourer: Trotz 20 Millimetern mehr Außenlänge fasst er nur maximal 1.530 Liter.

Management für den Laderaum

Doch einfach nur einen großen Kofferraum zu bauen wäre den schwäbischen Tüftlern natürlich zu, nun ja, einfach. Deshalb haben sie ein komplettes „Laderaummanagement“ ersonnen: Soll das Fahrzeug von hinten beladen werden, kann der Fahrer die serienmäßige „Easy-Pack“-Heckklappe mit dem Fahrzeugschlüssel oder einem Druck auf den Griff elektrisch öffnen. Das „Quickfold“-System klappt sodann die Rücksitzlehne vom Kofferraum aus um. Dazu müssen weder die Kopfstützen noch die Sitzflächen vorher verstellt werden. Über einen Seilzug entriegelt der Fahrer beide Rücksitzlehnen und klappt sie um, sodass eine ebene Lagefläche entsteht.

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Ein „Ladegutmanagement“ ist ebenfalls serienmäßig an Bord. Dazu gehört beispielsweise der Easy-Pack-Faltladeboden, der das nutzbare Lademaß erhöht. Er kann aufgestellt und in verschiedenen Stellungen arretiert werden. Grundsätzlich zur Serienausstattung gehören die Easy-Pack-Laderaumabdeckung sowie das Ladegutsicherungsnetz. Einmalig in diesem Fahrzeugsegment ist zudem die optionale Klappsitzbank im Laderaum.

Serienmäßige Luftfederung

Wer viel laden kann, braucht ein straffes Fahrwerk. Um trotzdem einen angemessenen Federungskomfort bieten zu können, stattet Mercedes das T-Modell mit einem adaptivem Dämpfungssystem aus. Darüber hinaus stellt die ebenfalls serienmäßige Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse sicher, dass der Kombi auch bei voller Zuladung stets den ganzen Federweg nutzen kann. Mit seinen etwas strafferen Dämpfern und Stabilisatoren soll das T-Modell ohne Einbußen beim Abrollkomfort genauso agil sein wie die Limousine.

Deren Motoren sorgen auch für den Antrieb. Zum Verkaufsstart im November stehen die Volumendiesel im Mittelpunkt; darunter der 220 CDI mit 125 kW/170 PS, der doppelt aufgeladene 250 CDI mit 150 kW/204 PS und der Sechszylinder 350 CDI mit 170 kW/231 PS. Die beiden starken Ottomotoren 350 CGI mit 215 kW/292 PS und 500 mit 285 kW/388 PS dürften nur für homöopathische Stückzahlen gut sein.

Im Frühjahr 2010 folgen dann die modernen, turbogeladenen Vierzylinderbenziner 200 CGI und 250 CGI sowie ein Einstiegsdiesel. Alle Varianten außer dem V8 tragen übrigens das Blue-Efficiency-Logo, dass damit als Erkennungsmerkmal für besonders sparsame Modelle ausfällt. Ein Start-Stopp-System oder ein Hybridantrieb ist noch nicht lieferbar. Die Preise für die ab November verfügbaren Modell beginnen bei rund 44.800 Euro.

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