Ebbinghaus Automobile: Mit Ruhe durch die Turbulenzen

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

„Die Mitarbeiter sollen zu unserem Betrieb stehen, ihr Arbeitsplatz soll nicht einfach nur ein Job sein wie jeder andere“, sagt der Geschäftsführer von Ebbinghaus Automobile in Dortmund, Paul G. Ebbinghaus.

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Auch bei Ebbinghaus in Dortmund ist nach dem Abwrack-Hype erst einmal Ruhe eingekehrt. Die Kunden hätten teilweise noch nicht verstanden, dass die Zeit der hohen Neuwagen-Nachlässe vorbei sei, und warteten in der Hoffnung auf noch größere Geschenke derzeit ab, sagt der zweite Geschäftsführer Michael Straub über die momentane Situation. Der Gebrauchtwagenmarkt dagegen ziehe wieder an. Hier gebe es eher das Problem, nicht genügend Fahrzeuge zu bekommen.

„Wir haben bei der Umweltprämie das Optimum abgeschöpft“, sagt Straub über die turbulente erste Jahreshälfte. Für das kommende Jahr plant er allerdings analog zur allgemeinen Gesamtmarkterwartung mit einem etwas schlechteren Ergebnis als 2008. Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist nach Ansicht von Unternehmenschef Paul-G. Ebbinghaus die neueste Entwicklung bei Opel. Das habe man unmittelbar nach der Kehrtwende bei GM nicht zuletzt an den Reaktionen der Mitarbeiter und Kunden gemerkt. Im Tagesgeschäft laufe mit Opel aber derzeit alles rund.

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Für die nächste Zeit hoffen die Dortmunder Autohändler auf eine gute Performance des neuen Kompaktangreifers aus Rüsselsheim. „Die Kunden haben beim Einführungs-Event des neuen Astra sehr positiv auf das Fahrzeug reagiert“, sagt Ebbinghaus. Das Autohaus hatte 17.000 Kunden eingeladen, von denen 1.000 schließlich die Gelegenheit nutzten, sich im Stammhaus des Betriebs über das neue Modell zu informieren. Die Interessenten trafen dabei zeitversetzt im Showroom ein, sodass die vom Hersteller bereitgestellten Vorführwagen jeweils einer überschaubaren Anzahl an Kunden im Dreiviertelstunden-Takt präsentiert werden konnten.

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Ein weiteres Event-Highlight in diesem Jahr war die Wiedereröffnung des ehemaligen Kroymans-Standorts in der Dortmunder Arminiusstraße. Ebbinghaus hatte im Spätsommer die Gelegenheit beim Schopf gepackt, sich mit einem Zukauf eine weitere Volumenmarke zu sichern. Das Kunden-Event hatte Ebbinghaus allerdings zunächst verschieben müssen, da große Teile des Betriebs eine Woche nach dem Übernahme-Stichtag durch ein Großfeuer zerstört worden waren. „Durch den Brand gab es bei der Abwicklung der Übernahme mit dem Kroymans-Insolvenzverwalter natürlich erhebliche Probleme“, sagt Paul-G. Ebbinghaus über die schwierige Zeit nach der Katastrophe. Der Millionenschaden infolge eines technischen Defekts wird derzeit von den Versicherungen reguliert.

Bei dem nach Geschäftsschluss ausgebrochenen Feuer waren mehr als 20 Fahrzeuge, eine Ausstellungshalle sowie Teile der Werkstatt zerstört worden. „Das größte jetzt noch bestehende Problem ist das fehlende Ersatzteillager“, erläutert der Unternehmer. Die Teilelieferungen müssten daher zurzeit genauestens mit den Reparaturdurchläufen abgestimmt werden. „Wir reparieren quasi just in time.“

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