Eberspächer: Effizienzschub für SCR-Kats
Die Wirksamkeit eines SCR-Kats hängt davon ab, wie gut sich das Adblue mit dem Abgas vermischt. Ein neu konstruierter Tunnelmischer soll den Wirkungsgrad in Eberspächer-Bauteilen erhöhen.
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Eberspächer startet die Serienproduktion von sogenannten Tunnelmischern für die Abgasreinigung in Pkws und Nutzfahrzeugen. In einer SCR-Anlage (Selektive Katalytische Reduktion) dienen sie als Kernelement der Ammoniakerzeugung und sollen die Reinigungswirkung verbessern.

Der Tunnelmischer sorgt durch seine spezielle Formgestaltung dafür, dass sich die Harnstoff-Wasser-Lösung (Adblue) besser mit dem Abgas vermischt. Auf diese Weise verteilt sich das freigesetzte Ammoniak homogen und reagiert nach Herstellerangaben besser mit den Stickoxiden. Gleichzeitig verringert das neue Mischerdesign durch die gezielte Strömungsführung die Neigung zu Ablagerungen. Beide Effekte senken zudem den Adblue-Verbrauch und reduzieren den sogenannten Ammoniakschlupf – die Geruchsbelästigung, die durch einen Ammoniak-Überschuss hervorgerufen wird.
Im Vergleich zu den Vorgängerversionen soll der Tunnelmischer zudem mit einer robusteren und kompakteren Bauform punkten, teilt Eberspächer mit. Dadurch sei er insbesondere für eine motornahe Anordnung geeignet: In der Mischstrecke zwischen Adblue-Eindüsung und SCR-beschichtetem Substrat nutzt er die hohe Temperatur des Abgases für die Verdampfung der Harnstoff-Wasser-Lösung – und beginnt früh mit der Schadstoffreduktion.
Darüber hinaus lässt sich das Design an unterschiedliche Adblue-Injektoren und die verschiedenen Bauraumanforderungen sämtlicher Pkw- und Nutzfahrzeughersteller anpassen. Erstmals produziert wird der zum Patent angemeldete Mischer ab Mai für einen europäischen Pkw-Hersteller. Im Laufe des nächsten Jahres folgen weitere Kundenaufträge.
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