Ebert-Gruppe eröffnet Infiniti-Zentrum Rhein-Neckar

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm

Auf dem deutschen Markt kommt Infiniti schrittweise voran. Nun hat die Autohaus-Gruppe Ebert den zehnten Vertriebsstandort der Marke eröffnet. Ein weiterer Ausbau des Netzes soll folgen.

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Die Ebert-Gruppe betreibt das Infiniti-Center Rhein Necker, die zehnte Verkaufsvertretung des Importeurs in Deutschland.
Die Ebert-Gruppe betreibt das Infiniti-Center Rhein Necker, die zehnte Verkaufsvertretung des Importeurs in Deutschland.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Infiniti kommt mit dem Ausbau seines Händlernetzes langsam voran. Das Autohaus Ebert hat nun in Weinheim den Infiniti-Zentrum Rhein-Neckar eröffnet. Damit hat die Premiummarke den zehnten Standort in ihrem Vertriebsnetz.

„Die Marke Infiniti ergänzt unsere bisherigen Marken im Portfolio ideal“, freut sich Bernd Baldus, Geschäftsführer der Ebert-Gruppe. Er sehe dies auch als einen bedeutenden Schritt in der 118-jährigen Unternehmensgeschichte. Den Grundstein des Autohauses legte 1898 Georg Ebert mit der Eröffnung einer Werkstatt für Fahrräder, Nähmaschinen und Automobile.

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Die Ebert-Gruppe hat sich über Jahrzehnte in der Region nördlich von Heidelberg einen Namen als Mercedes- und später als Smart-Händler gemacht hat. Zuletzt investierte die Gruppe in einen zweiten Standort für Skoda, zudem vertreibt sie noch Jeep. Neben Weinheim ist die Gruppe auch in Michelstadt, Bensheim und Hirschberg vertreten.

Nachdem das Autohaus in den vergangenen Jahren eine schwierige Zeit durchmachte, konnte die Gruppe in den vergangenen Jahren den Schalter wieder umlegen. Derzeit rechnet der Händler für das laufende Jahr mit gut 1.500 Neufahrzeugen und mindestens ebenso vielen Gebrauchtwagenverkäufen.

Den Start mit Infiniti sieht Baldus als weiteren Schritt, den Absatz wie die Werkstattauslastung zu erhöhen. Einerseits bringe die Marke das Unternehmen mit neuen Kundengruppen in Kontakt, langfristig sei in der Gruppe zudem das Werkstatt-Knowhow vorhanden, Infiniti-Fahrzeuge zu warten, da die neuen Modelle technisch mit Mercedes verwandt sind.

Teil des Infiniti-Wachstumskurses

Wachstum hat auch die japanische Premiummarke auf der Agenda. Er sehe die Marke vor einer sehr positiven Zukunft, sagte Michael Hungenberg, der seit Juli als Infiniti-Direktor für Center Europe zuständig ist. „Nach meiner Auffassung sind aber auf jeden Fall sehr große Steigerungen in den Zulassungszahlen möglich“, betonte Hungenberg gegenüber »kfz-betrieb«. Vor allem die neuen Modelle Q30 und QX30, die keine Vorgänger hatten, sollen das Wachstum antreiben.

Dies haben sie zuletzt bereits unter Beweis gestellt. Von Januar bis Juli 2016 zählte das Kraftfahrtbundesamt knapp 1.400 Infiniti-Neuzulassungen. Mehr als 800 steuerten die beiden neuen Kompaktmodelle bei. Damit hat sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in etwa verdoppelt.

„Wir bauen das Netz kontinuierlich aus“, kündigte Hungenberg an. „Die derzeit zehn Infiniti-Zentren sollen bis Ende des Fiskaljahres, also Ende März 2017, auf 19 Standorte steigen. Weitere zwölf Monate später wollen wir 25 Zentren haben.“

Hinzukommen reine Servicepartner, die Infiniti noch bis vor wenigen Monaten nicht hatte. Die derzeit sieben reinen Servicepartner will die Marke bis zum Ende des Fiskaljahres auf 31 vervielfachen. „Mit der Präsenz vor Ort steigt unsere Attraktivität für den Kunden“, ist der neue Infiniti-Deutschland-Chef überzeugt.

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