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Ein wichtiges Thema aus dem Tagesgeschäft der Hyundai-Händler bleibt der Graumarkt. „Das beschäftigt uns jetzt seit mehr als fünf Jahren“, sagte Schumann. Der Verband habe sowohl mit Hyundai Motor Deutschland als auch mit der Europazentrale gesprochen und sogar einen Brief nach Korea geschrieben. „Geändert hat sich nichts“, sagte der Vorsitzende. Gerade mit den neuen Modellen wie dem i40 und dem Veloster habe sich die Problematik noch einmal verschärft. Selbst ein schwer verfügbares Modell wie der ix35 sei als EU-Import teilweise leichter zu haben.
Graumarkt-Geschäft nicht den Anderen überlassen
„Solange Hyundai attraktive Fahrzeuge baut und die Preise in der EU unterschiedlich sind, wird es einen Graumarkt geben. Darauf müssen wir uns einstellen. Als Kaufmann sollte jedoch jeder Hyundai-Händler seine Schlüsse daraus ziehen“, sagte Schumann. Händler müssten Geld verdienen und wenn es der Markt verlange, müsse man sich auch am EU-Import-Geschäft beteiligen, anstatt es Anderen zu überlassen.
Die Zusammenarbeit mit dem Importeur sei im vergangenen Jahr nicht mehr so gut gewesen wie früher. „Wir hatten bisher immer einen fast schon familiären Zusammenhalt. Das war zuletzt nicht mehr immer der Fall“, sagte Schumann. Oft habe der Importeur zunächst Zusagen gemacht, die letztlich nicht eingehalten wurden. Nach dem Verkauf seien allerdings viele Entscheidungen in einem anderen Licht zu sehen.
Nachdem Hyundai erst kürzlich neue Standards für den Vertrieb eingeführt hat, stehen nun auch Gespräche über die Servicestandards an. „Selbst das Thema Vertriebsstandards taucht am Horizont wieder auf“, so Schumann. Dabei geht es vor allem um die Anpassung der Verträge in Zusammenhang mit den neuen GVO-Regelungen,
Man habe immer anerkannt, dass sich auch das Händlernetz weiterentwickeln müsse. Allerdings erwarte der Verband, dass auch Hyundai im Gegenzug beispielsweise am Thema Graumarkt arbeite. „In künftigen Gesprächen werden wir anders vorgehen. Es kann nicht sein, dass die Händler investieren müssen und die andere Seite ihre Hausaufgaben nicht macht“, sagte Schumann. In Zukunft will der Verband Gespräche mit dem Importeur immer mit juristischer Unterstützung führen.
Zunächst gelte es aber sowieso, schnell mit der neuen Führung zu sprechen und zu erfahren, wie sich der Hersteller die Zukunft der Händler und des Marktes Deutschland vorstelle. „Wir brauchen Klarheit für die Zukunft, damit wir uns um unser Alltagsgeschäft kümmern können“, sagte der Verbandsvorsitzende.
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