Ein Drittel der Händler reagiert nicht auf E-Mails

Hyundai abgeschlagen auf dem letzten Platz

| Autor: Andreas Wehner

(Foto: Archiv)

Der Umgang mit potenziellen Neukunden, die sich per E-Mail nach Angeboten erkundigen, ist in den deutschen Autohäusern noch verbesserungswürdig. In einer Studie der Unternehmensberatung Concertare zum Leadmanagement im Automobilhandel, die die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ in Auftrag gegeben hatte, wurden 34 Prozent der E-Mail-Anfragen nicht beantwortet.

Im Vergleich zum Vorjahr, als die Studie ebenfalls durchgeführt wurde, reagierten allerdings mehr Betriebe. 2011 blieben noch 38 Prozent der Autohäuser eine Antwort schuldig. Die Marktforscher verschickten im ersten Quartal 2012 insgesamt 1.160 E-Mails an Händler der 34 verkaufsstärksten Marken in Deutschland.

Am besten schnitten die Nissan-Partner ab (Das Ranking über alle Marken folgt auf Seite 2 dieses Beitrags). Sie reagierten auf 90 Prozent der Anfragen und belegten in der Gesamtbewertung mit 83 Indexprozentpunkten Platz eins. Ebenfalls überwiegend professionell gingen die Händler von BMW, Smart, Alfa Romeo und Mini mit Kundenanfragen per E-Mail um. Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz landete das Hyundai-Netz mit 26 Indexprozentpunkten. Die koreanische Marke lag damit deutlich hinter den Vorletzten Lada und Land Rover (jeweils 41 Punkte).

Positiv: Wer antwortete, antwortete in der Regel schnell: 90 Prozent der Reaktionen erfolgte innerhalb von zwei Tagen. Neben der Anzahl und der Schnelligkeit floss auch die Qualität der Antwort-Mails in die Bewertung mit ein. Dabei war auffällig, dass 73 Prozent der Emails nicht fehlerfrei verfasst waren, in 31 Prozent der Fälle war sogar die Signatur fehlerhaft.

Ein Drittel der angeschriebenen Händler ging nach Angaben der Marktforscher nicht beziehungsweise nicht kundenorientiert auf die Anfrage ein. Eine Einladung zur Probefahrt wurde nur in 20 Prozent der Fälle ausgesprochen. Allerdings bekamen die meisten Kunden in der Antwort einen persönlichen Ansprechpartner genannt.

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