Auktion
Ein Escort für eine Drittelmillion Euro?
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Auktionen entwickeln manchmal eine gewisse Eigendynamik; so wie die kürzlich im englischen Berkshire. Ein eigentlich nicht besonders rarer Ford kam dort für eine Summe unter den Hammer, die staunen lässt.
„D-d-die spinnen, die Briten“, wusste schon Asterix treuer Freund Obelix 50 v. Chr. Einen aktuellen Beweis dafür liefert eine Versteigerung, die kürzlich das Auktionshaus Historics Auctioneers im Rahmen seiner „The Summer Serenade“ in Windsorview Lakes, Berkshire, durchführte. Unter den Hammer kamen hier insgesamt 187 Fahrzeuge, zum überwiegenden Teil Oldtimer. Das Gros waren Klassiker im unteren und mittleren Preissegment; viele Sportwagen, aber auch so mancher „Durchschnitts-“ bzw. „Alltagswagen“ vergangener Tage. Fahrzeuge wie zum Beispiel ein Ford Escort der 2. Generation, gebaut von 1974 bis 1980, der Nachfolger des legendären Hundeknochen-Escort. Das zugegeben Besondere an Losnummer 170: Es handelte sich bei diesem Escort um einen RS1800.
Hierzulande gab es mit dem RS2000 ebenfalls eine Sportvariante des technisch biederen Kölners. Der hatte allerdings lediglich den unspektakulären und bekannten 2,0-Liter-OHC-Motor mit 74 kW (100 PS) unter der Haube. Sein englischer Pendant, der RS1800, besaß jedoch einen Motor der bekannten Rennmotorenschmiede Cosworth („BD-Motor“). Mit ihren 1,8 Litern Hubraum und einem Weber-32/46-Fallstromvergaser leistet die Maschine 115 PS bei 6.000 min/-1 – im Serientrimm. Gebaut wurden vom RS1800 lediglich 109 Stück, denn gedacht war er als reines Sportfahrzeug für Rallyes, aber auch Rundstreckenrennen. Und dort leistete das Aggregat bis zu 250 PS und sorgte für reichlich Furore, allen voran bei internationalen Rallyes. Doch auch hierzulande zeigten Antrieb und Wagen ihre Klasse: So gewann der RS1800 in der Gruppe 5 die deutsche Rennsportmeisterschaft der Jahre 1975 und 1976.
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