Nachwuchsgewinnung für Oldtimerbetriebe
Lehrlinge sind halbierbar
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Eine auf Oldtimer und historischen Motorsport fokussierte Werkstatt teilt sich den Lehrling mit einem Tuningspezialisten. Das Konzept verspricht Erfolg, auch und besonders für kleine Betriebe. Es bedarf jedoch der Unterstützung durch Berufsschulen und Innungen.
Alles begann mit einer losen Vereinbarung. Michael Strohhammer, Kfz-Meister und Inhaber des Traunsteiner Oldtimerbetriebs Garagisti, arbeitet seit mehreren Jahren mit dem Kfz-Betrieb Werk 2 zusammen. Der Spezialist für klassisches und Chip-Tuning aus dem nahe gelegenen Surberg schickt seine Lehrlinge wochenweise zu Michael Strohhammer, um die Basics des Kfz-Handwerks zu erlernen. „Das hat stets gut funktioniert“, blickt der Garagisti-Inhaber zurück. „Nach diesen positiven Erfahrungen fragte ich den Werk-2-Geschäftsführer, ob er sich vorstellen kann, einen Lehrling mit mir zu teilen. Er bejahte, und so kam zu seinen drei Lehrlingen noch ein halber hinzu.“ Allein will Michael Strohhammer keinen Lehrling ausbilden, weil er in seinem Betrieb die modernen Inhalte der Ausbildung nicht vermitteln kann.
Zufällig gab es zu diesem Zeitpunkt auch einen Interessenten. „Er schien mir als Lehrling geeignet, weil er Interesse an Oldtimern und Begeisterungsfähigkeit mitbrachte. Bei uns auf dem Land sagte man früher, die Jungs von den Bauern, die mit 12 Jahren Moped und mit 16 Jahren Auto fahren, sind gute Kfz-Lehrlinge. Doch die gehen bei uns mittlerweile zur Industrie. Heute ist es selten, einen Lehrling mit echtem Interesse zu finden“, lautet Michael Strohhammers Erfahrung.
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