Werkstoffkreislauf Ein Reifenleben mehr

Von Malika Matkarimova 5 min Lesedauer

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Energie sparen, Materialkreisläufe schließen, Entsorgungskosten senken – die Runderneuerung von Pkw-Reifen kann vieles leisten. Nur: Kaum jemand setzt darauf.

Der erste Schritt in der Runderneuerung ist das Abtragen der alten Lauffläche.(Bild:  Rigdon)
Der erste Schritt in der Runderneuerung ist das Abtragen der alten Lauffläche.
(Bild: Rigdon)

In Deutschland fallen jährlich mehrere Millionen Altreifen an. Europaweit beziffert sich das Volumen laut der Zertifizierungsstelle für die Altreifenentsorgung (ZARE) auf rund 3,4 Millionen Tonnen pro Jahr – mit weiter steigender Tendenz. Ein erheblicher Teil stammt aus dem Pkw-Segment. Aufgrund ihrer Materialzusammensetzung aus Gummi, Stahl und Textilgewebe gelten Reifen als schwer recycelbar und biologisch abbaubar. ZARE zufolge liegt die Halbwertszeit von Altreifen bei rund 2.000 Jahren.

Neben Pkw-Reifen tragen auch Lkw-, Leicht-Lkw-, Motorrad-, Agrar- und Erdbewegungsreifen zum wachsenden Altreifenberg bei. Zwar existieren in Deutschland gesetzliche Vorgaben zur Altreifenentsorgung, doch nur rund 30 Prozent der Altreifen werden über zertifizierte Wege verwertet. Vor diesem Hintergrund gewinnen kreislaufbasierte Alternativen an Bedeutung – wie die Runderneuerung.