Autohaus Heinrich Göbel

Ein Serviceprozess für alle Marken

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Ein weiteres Aushängeschild der Langener ist ihre Hochvoltkompetenz: Von den sechs Standorten der Göbel-Autohausgruppe ist hier das Know-how für die Reparatur und Wartung von Elektrofahrzeugen gebündelt. Auch wenn die Hessen die Elektromobilität noch als Zusatz zum konventionellen Geschäft sehen, sind sie von der Technik überzeugt. So fährt beispielsweise die Göbel-Geschäftsführung Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Der Geschäftsführer erklärt: „Wir haben die Elektromobilität komplett bei uns aufgenommen und versuchen auch hier, neue und eigene Konzepte zu entwickeln.“

Ein solches Konzept sind die kleinen E-Fahrzeuge des italienischen Herstellers Birò, die das Autohaus seit drei Jahren am Standort Langen verkauft. Stefan Göbel sah vor einigen Jahren die kleinen vierrädrigen Zweisitzer in Amsterdam herumfahren und war von den Elektroflitzern begeistert. Sie dürfen ab 16 Jahren gefahren werden und benötigen lediglich ein Versicherungskennzeichen.

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Doch nicht nur bei Reparatur und Verkauf ist das Göbel-Team engagiert und zukunftsorientiert unterwegs. Geht es etwa um die für ein Hochvoltfahrzeug erforderliche Infrastruktur, beraten die Göbel-Experten andere Betriebe und setzen sie auf Wunsch auch vor Ort beim Kunden um. Ein hauseigener Bauelektriker macht dieses Zusatzangebot möglich. Der Elektrofachmann kümmert sich bei Unternehmen um alle elektrotechnischen Belange: von Steckdosen in den Büros bis hin zur Beleuchtung in den Werkstätten. Aber er kann eben auch Wallboxen installieren, erläutert Peters.

Eine Kompetenz, die Göbel zu nutzen weiß, und ein Service, den er auch den eigenen Kunden anbietet. Der Service werde bislang jedoch noch kaum in Anspruch genommen, da die Kunden vor allem Plug-in-Hybride kaufen, sagt Göbel. Doch der Service ist da, und sollte das Interesse an Wallboxen zunehmen, hat Göbel das passende Angebot für seine Kunden.

Die Automeister

Ebenso offen für neue Konzepte ist Göbel in puncto Servicegeschäft. Als 2012 eine von LUK/Schaeffler betriebene Automeister-Werkstatt in Langen geschlossen wurde, entschied sich Göbel kurzerhand dazu, das Franchisesystem in den Langener Betrieb zu übernehmen und auch die Mitarbeiter bei sich einzustellen.

Sorgen, dass sich Mercedes-Kunden an dem Automeister-Logo stören würden, machte sich Göbel nicht. Zu Recht, wie sich herausstellte. Serviceleiter Peters erzählt: „Das Konzept verträgt sich sehr gut mit dem Mercedes-Geschäft.“ Es ziehe zwar keine zusätzliche Mercedes-Kundschaft an, allerdings würde es positiv von bestehenden Mercedes-Kunden angenommen. „Hat beispielsweise ein Mercedes-Fahrer einen Sohn, eine Tochter oder eine Frau, die andere Fabrikate fahren, kommen diese dann auch zu uns. Damit werden wir zur Werkstatt, die die Familienflotte abdeckt – vom Radwechsel bis zum Kundendienst.“ Außerdem habe man mit dem Konzept auch die damalige Bestandskundschaft der Werkstatt übernehmen können. Damit kommt über Automeister kontinuierlich zusätzliches Volumen in den Betrieb und bringt Peters zufolge einen guten zusätzlichen Umsatz.

Anders als man also erwarten könnte: Mercedes-Fahrer machen keinen Bogen um die vermeintliche Budget-Werkstatt, sondern bringen selbst zusätzliches Geschäft. Und ein weiterer Aspekt ist bemerkenswert: Wie Peters berichtet, hat das Markenimage einen Einfluss auf die Automeister-Klientel: „Es fällt auf, dass die meisten Fahrzeuge, die so zu uns kommen, zur gehobenen Klasse gehören. Es sind eher Audis und BMWs, die nach der Garantiezeit zu einer freien Werkstatt wechseln würden. Hier können wir durch unsere Mercedes-Servicepartnerschaft bei diesen Kunden punkten. Die Kunden verbinden damit gute Qualität.“

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