Ein Stück England in Bielefeld
Das Bielefelder Jaguar-Autohaus Stopka begeistert seine Kunden mit jeder Menge origineller Ideen , zum Beispiel dem hauseigenen Pub.
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Die Fahrzeugübergabe im Bielefelder Jaguar-Autohaus Auto-Sport-Stopka ist beispielhaft für die Originalität des Betriebs und ein Erlebnis der besonderen Art: Der Käufer nimmt in einem bequemen Ledersessel Platz, es ertönt die englische Nationalhymne und ein Vorhang öffnet sich, um den Blick auf das neu erworbene Prunkstück freizugeben. Anschließend geht es ins hauseigene und original englische Pub, wo erst einmal angestoßen wird. „Viele unserer Gäste sind schon mit dem Taxi heimgefahren“, schmunzelt Firmengründer Ottfried Stopka.
Nachfolge ist geregelt
Der ehemaliger Werksfahrer für Alfa Romeo und Rennsportbegeisterte hat sich Anfang des Jahres aus dem operativen Geschäft verabschiedet. Jetzt leiten sein Sohn Alexander Stopka und Andreas Everschneider mit Herzblut und Leidenschaft die Geschicke des Unternehmens, das in einem separaten Gebäude auch die Marken Alfa Romeo und Maserati vertreibt. Insgesamt 100 Neufahrzeuge der englischen Premiummarke und 150 hochwertige Gebrauchte vermarktet das Autohaus jährlich.
Speziell im Gebrauchtwagenbereich hat das Autohaus beachtliche Erfolge erzielt: Die Standtage hat es von katastrophalen 120 bis 150 Tagen auf 75 Tage senken können, die Marge ist zweistellig. Stopka kauft aktiv gebrauchte Jaguar zu, um immer einen attraktiven Fahrzeugbestand zu haben. Als Quellen nutzt der Bielefelder Betrieb bevorzugt den Jaguar-Dienstwagenbestand und Banken. Um die Preise stabil zu halten, kauft Stopka zudem junge Gebrauchte von umliegenden Händlern auf.
Marketingaktionen mit Pfiff
Neben einem attraktiven Fahrzeugangebot geht das Familienunternehmen mit originellen Marketingaktionen auf Kundenfang. Besonders stolz ist die Führungsriege auf ihre Flyeraktion: Beachtliche 140.000 Flyer hat Stopka an speziell selektierte kaufkräftige Kunden als Postwurf geschickt – mit überwältigender Resonanz. „Die Aktion hat uns 350 qualifizierte Adressen und 25 verkaufte Neuwagen beschert“, erzählt Simon Vogt, der soeben seine Ausbildung als Automobilkaufmann im Betrieb mit der Note 1 abgeschlossen hat – er soll künftig die Führungsmannschaft verstärken.
Flankiert werden die Marketingaktionen von hochkarätigen Veranstaltungen wie Golfturniere oder von selbst initiierten Events. „30 bis 60 Kunden kommen zu unseren Themenabenden, die wir mit dem Finanzdienstleister MLP organisieren“, erzählt Alexander Stopka. „Dort referieren Experten über Themen, die unsere finanzstarke Klientel besonders interessieren, beispielsweise die Abgeltungssteuer“, so Stopka weiter. Anschließend geht es natürlich in den hauseigenen Pub.
Gute Lage
Die intensive Betreuung der Stammkunden und die leidenschaftlichen Verkäufer haben Stopka trotz der widrigen Marktbedingungen im vergangenen Jahr eine Umsatzrendite von deutlich über einem Prozent im Jaguar-Bereich beschert. Der Marktanteil ist mit 0,30 Prozent fast dreimal höher als im Bund: „Wir zählen zu den Top-sechs-Jaguar-Betrieben in Deutschland und konkurrieren mit Städten wie Hamburg“, erzählt Everschneider stolz. Entgegen der landläufigen Meinung sei die Kaufkraft in Bielefeld sehr hoch. Zudem ist Auto-Sport-Stopka der einzige Jaguar-Händler im Umkreis von rund 100 Kilometern.
Investitionen sind geplant
Die Weichen für das weitere Wachstum sind gestellt: In den kommenden Jahren investiert das Autohaus über eine Million Euro in den Umbau des Betriebs. In mehreren Etappen soll ein modernes Autohaus mit einer gut 100 Meter langen Glasfassade entstehen.
Die nötigen finanziellen Mittel stellt die Nagel-Gruppe zur Verfügung, die seit Anfang des Jahres Mehrheitsinhaber von Auto-Sport-Stopka ist. Auch in neue Mitarbeiter will der Betrieb investieren. Angedacht ist beispielsweise, eine gelernte Hotelfachkraft einzustellen, die die Autohausbesucher in Empfang nimmt und dafür sorgt, dass sich der Kunde als Teil der Jaguar-Familie fühlt.
Um sich im Premiumsegment noch breiter aufzustellen, bewirbt sich das Autohaus Stopka derzeit für einen Aston-Martin-Vertriebsvertrag. Zudem hat der Geschäftsführer Kontakt zur Marke Lotus aufgenommen. „Wir haben in den vergangenen Jahren als Jaguar-Händler viele Höhen und Tiefen miterlebt“, erzählt Ottfried Stopka, „aber für die kommenden Jahre sind wir sehr optimistisch, dass es bergauf gehen wird.“
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