Trend-Tacho K&L Einflussnahme der Versicherungen erreicht neues Hoch

Von Jakob Schreiner 2 min Lesedauer

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Die Einflussnahme der Kfz-Versicherungen auf die Unfallregulierung steigt weiter. Immer mehr Autofahrer berichten von eingeschränkter Wahlfreiheit. Trotzdem akzeptieren viele die Vorgaben, wie der Trend-Tacho zeigt. Parallel dazu steigt die durchschnittliche Schadenhöhe auf ein neues Rekordniveau.

Die Schadenhöhe und der Versicherungseinfluss bei der Regulierung erreichten 2024 laut der Trend-Tacho-Studie ein neues Rekordniveau. (Bild:  Schreiner – VCG)
Die Schadenhöhe und der Versicherungseinfluss bei der Regulierung erreichten 2024 laut der Trend-Tacho-Studie ein neues Rekordniveau.
(Bild: Schreiner – VCG)

In den letzten Jahren hat sich die Einflussnahme von Kfz-Versicherungen auf die Unfallregulierung immer weiter verstärkt. Rund 60 Prozent der Autofahrer berichten, dass ihre Versicherung aktiv in die Schadensabwicklung eingegriffen hat. Das geht aus dem aktuellen Trend-Tacho hervor, den »kfz-betrieb« gemeinsam mit der Sachverständigenorganisation KÜS und den Marktforschern von BBE Automotive erstellt. Für die repräsentative Endkundenbefragung wurden im September und Oktober 2024 1.000 Pkw-Fahrer telefonisch und online befragt.

Diese Entwicklung stellt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2018 dar, als nur 41 Prozent angegeben haben, dass ihre Versicherung eine Werkstatt vorgegeben oder empfohlen hat. Die vertragliche Werkstattbindung, ein zentraler Aspekt dieser Einflussnahme, verbreitet sich parallel dazu weiter. Mittlerweile gibt mehr als ein Viertel (26 %) der Befragten an, dass ihre Police eine solche Klausel enthält. 2021 lag dieser Wert bei 23 Prozent, 2018 noch bei 21 Prozent.