Einheitlicher Kontenrahmen für die Branche

Redakteur: Christoph Baeuchle

Ein einheitlicher Branchenkontenrahmen soll für mehr Transparenz sorgen. Ab 2011 können Betriebe ihr Rechnungswesen umstellen.

Das gesamte Kfz-Gewerbe soll einen einheitlichen Branchenkontenrahmen erhalten. Damit dürfte die Zeit der individuellen Einzellösungen zu Ende gehen. Ab 2011 können die ersten Betriebe die Vereinheitlichung der Buchungsanweisung umsetzen. Mehr als 20 Hersteller und Importeure haben gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Datev eine Lösung gefunden.

Beim ZDK kommt die Initiative der Hersteller und Importeure, allen voran Volkswagen, gut an. „Wir begrüßen und unterstützen die Pläne eines einheitlichen Branchenkontenrahmens“, sagte ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann. „Das halten wir für den richtigen Weg.“

Ein gemeinsamer Kontenrahmen führt zur Vereinfachung des Systems und zu mehr Transparenz. Vor allem Mehrmarkenbetriebe können nun ihr Rechnungswesen durchsichtiger gestalten. Damit kann das Controlling wesentlich leichter agieren.

Genaue Daten zum Vergleich

Gesetzliche Neuerungen pflegt direkt Datev ein. Fachspezifische Änderungen werden dagegen im Arbeitskreis ausgearbeitet und an Datev weitergeben, erläutert Rainer Jung vom ZDK-Wirtschaftsausschuss.

Die Vereinheitlichung bringt diverse Vorteil: Die einheitliche Datenbasis erleichtert den Kfz-Betriebe das Benchmarking und reduziert die Komplexität des Jahresabschlusses. Dies erleichtert wiederum das Gespräch mit der Bank.

Vorteile ziehen die Betriebe auch für die Aus- und Weiterbildung. Schließlich vereinfacht ein gemeinsamer Kontenrahmen auch die Personalsuche, da alle mit dem gleichen System arbeiten.

Allerdings kommt auf die Kfz-Betriebe zunächst ein Aufwand zu: „Das komplette Rechnungswesen muss zunächst umgestellt werden“, so Woltermann. Probleme mit dem „gläsernen Händler“ sieht die ZDK-Geschäftsführerin nicht. „Die Hersteller haben doch schon heute alle Daten.“

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