Tarifverhandlungen im Kfz-Gewerbe Einigung auf mehr Lohn und eine Ausgleichsprämie

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Erste Einigung bei den Tarifverhandlungen im Kfz-Gewerbe: In Baden-Württemberg erhalten Beschäftigte in zwei Stufen 8,6 Prozent mehr Lohn und eine Inflationsausgleichsprämie. Auch für Azubis gibt es mehr Geld.

Eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.500 Euro und eine zweistufige Lohnerhöhung von insgesamt 8,6 Prozent - darauf einigten sich die Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes Baden-Württemberg und die IG Metall für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.500 Euro und eine zweistufige Lohnerhöhung von insgesamt 8,6 Prozent - darauf einigten sich die Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes Baden-Württemberg und die IG Metall für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für die im Kfz-Gewerbe Beschäftigten gibt es in zwei Stufen eine Lohnerhöhung und eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.500 Euro (steuerfrei). Darauf einigten sich am Wochenende die Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes Baden-Württemberg und die IG Metall.

Die Einigung kam in der zweiten Verhandlungsrunde zustande und beinhaltet für die rund 52.000 Beschäftigten und 9.000 Auszubildenden von Autohäusern und Werkstätten eine zweistufige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen.

Die erste Erhöhung erfolgt zum 1. November 2023 um 5 Prozent und die zweite Erhöhung zum 1. Oktober 2024 um 3,6 Prozent. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 2.500 Euro, zahlbar in zwei Stufen von 1.500 Euro zum 1. Juli 2023 und 1.000 Euro zum 1. April 2024.

Auszubildende erhalten ab dem 1. November 2023 in allen Ausbildungsstufen 70 Euro und ab dem 1. Oktober 2024 nochmals 50 Euro mehr.

Die neuen Tarifverträge laufen 24 Monate bis zum 31. März 2025. Zu den weiteren Vereinbarungen gehören unter anderem die befristete Übernahme der Ausgebildeten und ein Tarifvertrag, der die betriebliche Überlassung von Leasing-Fahrrädern im Wege einer freiwilligen Entgeltumwandlung ermöglicht.

„Die Transformation der Automobilwirtschaft setzt die Betriebe unserer Branche unter großen Anpassungsdruck. Daher stellt die vereinbarte Tariferhöhung mit Inflationsausgleichsprämie das absolute Maximum dar, mit dem Autohäuser und Kfz-Meisterbetriebe belastet werden können. Mit der Verlängerung des Tarifvertrags zur Übernahme der Ausgebildeten setzen wir zudem gemeinsam mit der IG Metall gegenüber unseren Auszubildenden ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und vor allem auch für die Attraktivität unserer Branche“, teilte der Tarifverhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Andreas Göritz mit.

Zufrieden zeigte sich auch Ivan Curkovic, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg: „Endlich bekommen auch die Kolleginnen und Kollegen im Kfz-Handwerk die Lohnerhöhung, die sie längst verdient haben. Die Auftragsbücher sind voll, und die Beschäftigten rackern Tag für Tag und geben alles. Jetzt werden sie endlich dafür entlohnt. Dass uns eine soziale Komponente und die Übernahme der Azubis gelungen ist, freut mich besonders.“

Ursprünglich hatte die Gewerkschaft eine einstufige Lohnerhöhung von 8,5 Prozent gefordert. Die Verhandlungen in anderen Tarifgemeinschaften laufen noch.

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