Tarifrunde im Kfz-Gewerbe 2025 Gespräche in Baden-Württemberg weiter ohne Einigung

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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In den Autohäusern und Werkstätten in Baden-Württemberg könnte es erneut zu Streiks kommen. Denn auch die zweite Verhandlungsrunde um einen neuen Tarifvertrag verlief ergebnislos.

Auch die zweite Verhandlungsrunde um einen neuen Tarif für das Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg endete ohne Ergebnis. (Bild:  IG Metall)
Auch die zweite Verhandlungsrunde um einen neuen Tarif für das Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg endete ohne Ergebnis.
(Bild: IG Metall)

In Baden-Württemberg ist am Dienstag in Leinfelden auch die zweite Verhandlungsrunde zu einem neuen Tarifvertrag ohne Ergebnis geendet. „Wir sind bereit, mit den Arbeitnehmern über die Erhöhung der Entgelte zu sprechen und ein angemessenes Angebot zu unterbreiten“, machte der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes, Andreas Göritz, deutlich. „Die Frage der Entgelte konnte aber nicht konkretisiert werden, weil die IG Metall die Verhandlungen vorher beendet hat.“

Grund dafür sei die von der Gewerkschaft geforderte Entlastungskomponente. „Momentan verhindert die IG Metall mit dieser Forderung eine Entgelterhöhung für die Beschäftigten. Denn die Entlastungskomponente soll im Ergebnis zusätzliche freie Tage bedeuten, so Görlitz.

Das Gesamtvolumen eines Tarifabschlusses mit Entlastungskomponente wäre für die Arbeitgeberseite wegen erheblicher indirekter Folgekosten und Umsatzausfälle deshalb nicht kalkulierbar. „Die Unsicherheit einer Entlastungskomponente muss vom Tisch, damit man über konkrete Zahlen einer Entgelterhöhung sprechen kann. Wir fordern die IG Metall daher auf, den Weg für zielführende Gespräche freizumachen“, sagte Görlitz.

Für die laufende Tarifrunde fordert die IG Metall 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten in den Kfz-Werkstätten und Autohäusern. Von einer Erhöhung sollen auch Auszubildende mit 170 Euro monatlich mehr profitieren.

Weil die erste Verhandlungsrunde gescheitert war, ist es bundesweit bereits zu ersten Warnstreiks gekommen. Die nächste Verhandlungsrunde für Baden-Württemberg findet voraussichtlich am 27. Mai statt.

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