Ersatzteile „Einsparpotenzial oft bei mehr als 20 Prozent“

Das Gespräch führte Jakob Schreiner 5 min Lesedauer

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Peter Heisler war über Jahrzehnte in führenden Positionen im Teilegroßhandel tätig. Seine Expertise und ein Vergleichssystem nutzt er jetzt, um Kfz-Betriebe in Sachen Teileeinkauf zu beraten. Diese könnten dabei Einsparungen von über 20 Prozent erreichen. Wie das gelingen soll, erklärt er im Interview.

Peter Heisler(Bild:  Peter Heisler)
Peter Heisler
(Bild: Peter Heisler)

In einer Studie von 2018 schreiben die Analysten von Roland Berger, dass Preise für ein identisches Ersatzteil um bis zu 50 Prozent schwanken und der Markt insgesamt als intransparent gilt. Woher kommen diese eklatanten Preisunterschiede und die fehlende Transparenz?

Peter Heisler: Die Preisunterschiede basieren zum einen auf den individuellen Kalkulationen der jeweiligen Großhändler. Zum anderen auf den vielen unterschiedlichen Rabattsystemen, die sich von Werkstatt zu Werkstatt unterscheiden und die von Faktoren wie Unternehmensgröße, Loyalität, Einkaufsvolumen oder Wettbewerberverhalten abhängen. Verstärkt wird das Ganze noch durch die Nettopreis-Systematik, die mehr und mehr Anwendung findet. Das bedeutet, dass heute mehr und mehr Ersatzteile über Nettopreise verkauft werden und nicht mehr über die Systematik Listenpreis (UVP) des Herstellers abzüglich eines kundenindividuellen Rabatts – dies erschwert den Vergleich massiv und sorgt für Intransparenz. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es für freie Werkstätten aber wichtig zu schauen, wo sie Kosten sparen können. Und der größte Hebel ist hier klar der Einkauf.