Eitel-Gruppe wird zerschlagen

Von Andreas Grimm

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Die Zeit für die insolvente Autohausgruppe Eitel läuft ab. Da sich kein Übernahme-Interessent abzeichnet, wurde den Mitarbeitern gekündigt. Der Standort Weiden ist allerdings verkauft.

(Foto:  Eitel)
(Foto: Eitel)

Das Autohaus Eitel mit Hauptsitz in Freihung-Thansüß hat in seiner bisherigen Form keine Zukunft mehr. Wie aus einer Notiz des Sachwalters Matthias Hoffmann hervorgeht, ist nun für den Weidener Standort eine Lösung gefunden worden. Für weitere der ursprünglich zwölf Standorte laufen noch die Gespräche über eine Fortführung. Die bisherige Zentrale in Thansüß (Landkreis Amberg-Sulzbach) steht dagegen vor der Schließung.

In Weiden hat die Motor-Gruppe Sticht mit Wirkung zum 1. Juni die Geschäfte übernommen. Dies sei „für die Arbeitnehmer am Standort Weiden und für die Gläubiger des Unternehmens eine gute Lösung”, ist Hofmann überzeugt. Der Mehrmarkenhändler mit Sitz in Bayreuth ist 1998 aus der Fusion mehrerer Handelsbetriebe hervorgegangen und betreibt inzwischen neun Standorte in Oberfranken und in der Region Dresden.

Die Eitel-Gruppe hatte im Januar Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Damals betrieb die Gruppe noch zwölf Standorte in Thüringen, Schwaben und in Nordbayern. Ausweislich der Webseite sind derzeit noch vier Standorte in Erfurt, Jena, Weimar und Neu-Ulm übrig, an denen das Unternehmen mit den Marken Toyota, Honda und Citroën handelt. Das Autohaus hatte nach eigenen Aussagen aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks mit anhaltend rückläufigen Gewinnen zu kämpfen.

Die Möglichkeit, die Gruppe zu erhalten, habe sich schon vor einiger Zeit zerschlagen, sagte Hofmann im Gespräch mit der Regionalzeitung „Der neue Tag“. Problematisch sei vor allem die weite regionale Streuung gewesen, die es letztlich unmöglich gemacht habe, einen Käufer für das Gesamtunternehmen zu finden. Deshalb hatte das Unternehmen Anfang Mai allen Mitarbeitern gekündigt. Weitere Übernahmen von Betriebsstätten sind allerdings noch möglich, allerdings schließen jene Betriebe, für die sich keine Käufer finden, zum 31. Juli.

Die Kündigung des Händlernetzes durch Toyota zum 31. Mai 2016 macht die Lage der Toyota-Standorte dabei nicht unbedingt einfacher.

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