BMW Elektro-Marge bleibt mittelfristig dünn

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Von seiner „Neuen Klasse“, die nächstes Jahr anläuft, erhofft sich BMW sinkende Produktionskosten. So rentabel wie Verbrenner dürften die E-Modelle für den Hersteller dann allerdings trotzdem noch nicht sein.

Im vergangenen Jahr hat BMW 15 Prozent seiner Autos mit vollelektrischem Antrieb verkauft. Dieses Jahr sollen es 20 Prozent werden. (Bild:  BMW Group)
Im vergangenen Jahr hat BMW 15 Prozent seiner Autos mit vollelektrischem Antrieb verkauft. Dieses Jahr sollen es 20 Prozent werden.
(Bild: BMW Group)

Autokäufer müssen für Stromer mehr zahlen als für Benziner, aber bei Autobauern wie BMW drücken sie die Gewinnmarge. „Wir verdienen Geld. Aber von Margengleichheit kann aktuell noch keine Rede sein“, sagte BMW-Finanzvorstand Walter Mertl vor Journalisten in München. Das dürfte auch in den nächsten Jahren so bleiben.

Mit den ab 2025 auf den Markt kommenden BMWs der „Neuen Klasse“, die auf einer eigens für E-Autos entwickelten Plattform samt neuen Batteriezellen und neuer Software stehen, will der Konzern seine Produktionskosten deutlich senken. „Mit der Neuen Klasse nähern sich die Margen weiter an“, sagte Mertl. Aber „auch 2026 haben wir noch keine Parität“. Außerdem dauere die Umstellung: Die jetzige „fünfte Generation unseres BEV-Antriebsstrangs wird noch bis in die 2030er-Jahre da sein“, sagte der Finanzchef.

„Der Kipppunkt bei den Verbrennern war im vergangenen Jahr“

BMW hat im vergangenen Jahr 15 Prozent seiner Autos mit vollelektrischem Antrieb verkauft, dieses Jahr sollen es 20 Prozent sein. „Ich glaube, der Kipppunkt bei den Verbrennern war im vergangenen Jahr. Die CO2-Regulierung in vielen Regionen spricht gegen weiteres Wachstum“, sagte Mertl. „Das jetzige Absatzplateau an Verbrennerautos wird noch anhalten und dann leicht abfallen. Das Wachstum kommt jetzt immer mehr von den E-Autos.“

Im vergangenen Jahr hat BMW fast 2,6 Millionen Autos verkauft, bis 2030 peilt der Konzern einen Absatz von drei Millionen Autos an. Der aktuelle „Auftragsbestand reicht bis ins zweite Quartal hinein. Die Nachfrage ist nach wie vor da“, sagte Mertl. Allerdings wächst mit dem zunehmenden Wettbewerb auch der Druck auf die Verkaufspreise: „Trotz unserer starken Preisdisziplin wird Rabattierung in bestimmten Preisbändern ein Thema sein.“

Mit Blick auf den Konkurrenten Mercedes-Benz, der stark auf sehr profitable Luxusautos setzt, sagte der BMW-Finanzvorstand: „Natürlich ist es schön, mehr als zehn Prozent Absatzanteil in diesem hochpreisigen Segment zu haben. Wir haben circa fünf Prozent.“ Aber BMW sei nicht schlecht unterwegs, der 7er setze sich gut durch. „Wir haben das Potenzial, über fünf Prozent zu kommen.“

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