Werkstattausrüstung Passendes Equipment für zusätzliche Umsätze

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Kfz-Mechatroniker dürfen nun auch mobile Ladekabel von E-Autos prüfen. Doch woher bekommt man das nötige Equipment? Unter anderem von Würth. Der Werkstattausrüster stellte auf seinen Innovationstagen Ladekabel-Messkoffer und andere Neuheiten vor.

Mit dem Gerät von Metrel, das neu im Vertrieb von Würth ist, lassen sich Elektroauto-Ladekabel mit allen Steckervarianten prüfen.(Bild:  Rosenow – VCG)
Mit dem Gerät von Metrel, das neu im Vertrieb von Würth ist, lassen sich Elektroauto-Ladekabel mit allen Steckervarianten prüfen.
(Bild: Rosenow – VCG)

Für einen Werkstattausrüster ist es wichtig, mit seinen Produkten immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Wenn neue gesetzliche Regelungen oder andere Trends neue Geschäftsmöglichkeiten für die Werkstätten eröffnen, dann macht der Lieferant ein gutes Geschäft, der zuerst das dafür nötige Equipment liefern kann.

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Darauf hofft sicher auch der Würth-Konzern: Auf seinen Innovationstagen, die vom 11. bis 13. Mai 2023 rund 5.000 Vertreter von Handwerksbetrieben in die Firmenzentrale nach Künzelsau lockten, zeigte das Unternehmen eine Reihe von Geräten, mit denen Kfz-Betriebe in Zukunft Umsätze auf Feldern verwirklichen können, die sie heute noch gar nicht oder kaum beackern.

Beispielsweise mit der Prüfung von mobilen Ladekabeln für Elektroautos. Erst kürzlich wurde bekannt, dass zukünftig auch Kfz-Mechatroniker diese Prüfung durchführen dürfen und nicht mehr nur gelernte Elektrofachkräfte. Voraussetzung dafür sind jedoch eine entsprechende Schulung sowie die Verwendung der passenden Messtechnik.

Einen solchen Messkoffer hat Würth auf den Innovationstagen vorgestellt. Er stammt vom deutschen Hersteller Metrel und soll besonders einfach zu bedienen sein.

Den Klimaverdampfer professionell reinigen

Ein weiteres Thema, aus dem Werkstätten künftig Umsätze generieren dürften, ist die Reinigung des Verdampfers der Klimaanlage. Bekanntlich setzt sich im Kühlbetrieb an den Lamellen des Verdampfers die Luftfeuchtigkeit ab. Hier kann sich ein anhaltend feuchtes Mikroklima bilden, das beste Lebensbedingungen für Bakterien und Schimmelpilze bietet.

Um die Insassen davor zu schützen, arbeiten der ZDK und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) derzeit an einer neuen Richtlinie zur Hygiene von Lüftungsanlagen in Fahrzeugen. Diese soll auch die Pflicht zur regelmäßigen Reinigung des Verdampfers beinhalten – und nach Ansicht des VDI reicht dafür die Verwendung von einfachen Sprays nicht mehr aus.

Würth zeigte auf den Innovationstagen ein Produkt der Marke Airco Well zur professionellen Verdampferreinigung. Dabei handelt es sich um eine flexible Sprühlanze, mit der der Anwender selbst unzugänglich eingebaute Verdampfer erreichen und mit einem starken Sprühstrahl reinigen kann.

Zum Gesamtkonzept gehören neben dem Gerät auch das Reinigungsmittel sowie fahrzeugspezifische Anleitungen. In 5 bis 15 Minuten sollen auf diese Weise der Verdampfer und seine Umgebung von Bakterien und Schimmelpilzen befreit werden können.

Kleinteile korrekt abrechnen

Ein neues Geschäftsfeld können auch Kleinteile oder Betriebsmittel wie Schmier- und Reinigungsstoffe sein – wenn der Betrieb es schafft, diese stückzahlgenau auf den Auftrag zu buchen und dem Kunden in Rechnung zu stellen. Deshalb arbeitet Würth daran, dass seine Produkte in den Warenwirtschaftssystemen künftig ebenso behandelt werden wie normale Ersatzteile.

Nun wäre es ineffizient, wenn ein Lagerist künftig Unterlegscheiben, Einweghandschuhe oder Polfett händisch aus dem Lager holt und einbucht. Die Kosten dafür würden den zusätzlichen Umsatz überschreiten.

Deshalb gibt es bei Würth mittlerweile ein „automatisches Lager“ – einen Schrank, dessen einzelne Fächer mit hochpräzisen Waagen ausgestattet sind und der jedes Teil erkennt, das entnommen wird. Ein Touchscreen ermöglicht es, die Entnahmen auf einen Auftrag zu buchen.

Auch muss sich der Bediener mit einer Chipkarte ausweisen, um den Schrank öffnen zu können, was den vor allem bei Kleinteilen und Schmiermitteln notorischen Schwund deutlich eindämmen sollte. Über Schnittstellen zu Dealer-Management-Systemen sollen Betriebe künftig Würth-Produkte ebenso schnell und einfach aus ihren Systemen heraus bestellen und verwalten können wie ihre regulären Ersatzteile.

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