Elektrolenkung: Treffen der Generationen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Seit 2004 wird der VW Golf mit einer elektrischen Servolenkung ausgestattet. Es gibt mittlerweile drei Generationen der „Servolectric“, doch als Ersatzteil ist nur die neueste Variante erhältlich. Beim Austausch müssen Werkstätten deshalb einiges beachten.

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Die Servolectric Version 3 (oben) hat einen Verschraubungspunkt weniger als die alte und braucht einen neuen Kabelsatz.
Die Servolectric Version 3 (oben) hat einen Verschraubungspunkt weniger als die alte und braucht einen neuen Kabelsatz.
(Foto: Rosenow)

Mit dem Modellwechsel vom Golf 4 zum Golf 5 führte Volkswagen eine elektrische Servolenkung in seine Kompaktklasse ein, die in der Folge auch in den zahlreichen Konzernmodellen auf der Golf-Plattform zum Einsatz kam. Hersteller der „Servolectric“ ist der Zulieferer ZF Lenksysteme, ein Joint Venture von Bosch und ZF. Das Unternehmen hat seit 2004 viele Millionen dieser Lenkhilfen produziert.

Der Vorteil der elektrischen Bauweise: Der Servomotor benötigt nur dann Energie, wenn der Fahrer auch lenkt – anders als bei einer hydraulischen Servopumpe, die permanent angetrieben werden muss. Dadurch benötigt die Servolectric bis zu 85 Prozent weniger Energie als hydraulische Servolenkungen. Mit drei Bautypen deckt die ZF-Elektrolenkung alle Fahrzeugklassen ab – von der Kleinstwagenklasse über die Mittel- und Oberklasse bis hin zum Transporter.