Die großen Autohändler Deutschlands 2024 Enders-Gruppe – In sicherem Fahrwasser

Von Silvia Lulei 5 min Lesedauer

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Die Enders-Gruppe ist mit 14 Marken breit aufgestellt. So profitiert die Autohausgruppe von anhaltend stabilen Verkaufserfolgen und intensiven Kundenbeziehungen, die den 990 Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit vermitteln.

Der Mini-Betrieb in Maintal ist bereit für den Direktvertrieb. An diesem Standort ist auch der Neuzugang Ineos vertreten.(Bild:  Krah + Enders)
Der Mini-Betrieb in Maintal ist bereit für den Direktvertrieb. An diesem Standort ist auch der Neuzugang Ineos vertreten.
(Bild: Krah + Enders)

Die Enders-Gruppe ist bereit für den Agenturvertrieb, den die BMW Group im Oktober für Mini eingeführt hat und 2026 für BMW plant. Chef Peter Enders bezeichnet sich selbst als Fan des Direktvertriebs. Endlich können sich seiner Meinung nach die Verkäufer wieder ganz auf den Kunden konzentrieren. Zudem sei der Kaufprozess wesentlich einfacher für die Kunden. Der Aspekt der Kundenorientierung gehört für Peter Enders unabdingbar zur Verkaufsqualität: Verbindlich sein, aktiv Kunden binden und dadurch nachhaltig verkaufen, diese drei Punkte gehören für Peter Enders zusammen und sind für ihn ein Gütezeichen, dass er jedem Verkäufer in seiner Autohausgruppe mitgeben möchte. „Ohne die Agentur ging es immer nur um den Preis“, sagt er. Jetzt sei der Fokus auf der Qualität des Verkaufs und dem Deckungsbeitrag. Eine Aussicht, die dem Firmenchef viel besser gefällt: „Schließlich wollen wir mit dem Verkaufen Geld verdienen.“

Vor allem das Geschäft mit jungen Gebrauchtwagen, den sogenannten JGA, ist für ihn ein attraktiver Aspekt im Direktvertrieb: In der Vergangenheit habe sein Team sich nicht so intensiv mit JGA beschäftigt. Aber jetzt, wo junge Gebrauchtwagen Teil des Direktvertriebs sind, könnte das ein lukratives Geschäft werden. Diese positive Grundstimmung von Peter Enders gegenüber dem Agenturvertrieb ist in weiten Teilen des BMW-Händlernetzes zu spüren. Damit verbunden ist aber auch, dass das neue Vertriebssystem betriebsintern jeweils einiges auslöst: Dispo, Finanzierung, Buchhaltung, Inkasso etc. sind Aufgaben, die im Neuwagenverkauf wegfallen. Andererseits ergeben sich auch neue, spannende Aufgaben in den Autohäusern. Das muss den Mitarbeitern erst mal näher gebracht werden.