Dagegen können agile Unternehmen, bei denen der Vorgesetzte eher als Coach und Partner auftritt und bei den Mitarbeitern horizontales Denken und Individualität fördert, mit unsicheren Situationen besser umgehen.
„Man muss nicht jeden Quatsch mitmachen. Aber wenn es die Situation erfordert, lohnt es sich, über das eine oder andere nachzudenken“, betonte Trost. Dabei gebe es kein richtig oder falsch. „Vielmehr muss man schauen, was der passende Weg für das Unternehmen ist.“
Dabei sollte man sich die Ziele nicht zu hoch stecken. „Orientieren Sie sich am heute!“, empfahl Falk Ebert von Liganova. Man müsse nicht über Blockchain nachdenken, wenn das Unternehmen den Umgang mit E-Mails noch nicht beherrsche. „Es ist besser das umzusetzen, was Kunden heute machen.“
An aktuellen Möglichkeiten orientieren
Dabei ist es aus Sicht des Experten der falsche Weg, den Fokus allein auf die Digitalisierung zu richten. „Glauben Sie an den physischen Raum und machen Sie ihn zum Erlebnis“, empfahl Ebert. Er verwies dabei auf die Erfahrungen aus dem E-Sports-Bereich: Die Fans des digitalen Sports füllen bei ihren Veranstaltungen ganze Hallen, um gemeinsam zu spielen.
Schließlich ist bei der Digitalisierung vor allem ein Faktor entscheidend: der Mensch. Egal ob Mitarbeiter, Kunde oder Geschäftspartner: „Alle haben menschliche Bedürfnisse und schätzen den menschlichen Kontakt“, so Ebert. Er empfahl im Umgang mit der Digitalisierung: „Vertrauen Sie dem Faktor Mensch.“
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