Erfolgreiche Autokaufleute aus dem Erzgebirge

Redakteur: Johannes Büttner

Das Berufliche Schulzentrum Oelsnitz im Erzgebirge blickte auf zehn Jahre Ausbildung zum Automobilkaufmann zurück. Rund 380 junge Menschen starteten in dieser Zeit ins Berufsleben.

Im Jahr 1998 startete der Ausbildungsberuf Automobilkaufmann/-kauffrau seine Erfolgsgeschichte. Ein Jahr später kamen die ersten Azubis des neuen Berufs an das Berufliche Schulzentrum Oelsnitz im Erzgebirge. „Wir waren als eine der ersten Schulen Sachsens dabei und betraten damit Neuland“, erinnerte sich Schulleiter Frank Helzig auf der Feier zum zehnten Geburtstag am 9. Mai. Aber dank der guten und engen Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben habe die Berufsschule die Herausforderungen der Anfangszeit gut gemeistert.

Fachlehrerin Antje Ludwig begrüßte neben Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft die aktuellen Schüler, Vertreter der Ausbildungsbetriebe sowie ganz besonders die Ehemaligen. Insgesamt besuchten im Lauf der vergangenen zehn Jahre rund 380 Automobilkaufleute aus Sachsen, Thüringen und Bayern das Berufliche Schulzentrum. Viele von ihnen halten bis heute Kontakt zu ihrer Berufsschule.

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Birgit Behrens, Geschäftsführerin für Berufsbildung beim Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, lobte das außerordentliche Engagement der Oelsnitzer Schule. Für Automobilkaufleute sieht sie gute Perspektiven: „In den Autohäusern benötigen wir gute Automobilkaufleute – heute sogar dringender denn je!“

Theorie und Praxis vorbildlich verknüpft

Dem stimmte der Geschäftsführer der Autohaus Lueg GmbH, Andreas Sobe, zu. Außerdem würdigte er das Berufliche Schulzentrum als vorbildlich, wenn es um die enge Verzahnung von Theorie und Praxis in der Ausbildung geht. Ein Beispiel dafür sind die Projekttage, an denen Auszubildende des dritten Lehrjahrs ein Autohaus besuchen und dort verschiedene Stationen durchlaufen, um ihr Wissen zu überprüfen.

Welche Karrierechancen eine Ausbildung zum Automobilkaufmann bietet, verdeutlichten die Berichte der Absolventen. Einige haben sich beispielsweise zum Geprüften Automobilverkäufer weiterqualifiziert. Andere hängen noch ein Studium an, zum Beispiel an der Bundesfachschule für Betriebwirtschaft im Kfz-Gewerbe (BFC). Die Schulleiterin des BFC-Standorts Northeim, Sylvia Gerl, berichtete, dass überdurchschnittlich viele ihrer Schüler vom Berufsschulzentrum Oelsnitz kämen.

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