Nachwuchs in Baden-Württemberg Mehr Azubis in den Autoberufen

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Während andere Branchen immer schwerer Auszubildende finden, hat das Kfz-Gewerbe weiter Zulauf. Baden-Württemberg kann in den Autoberufen einen Zuwachs bei den Ausbildungsverträgen von mehr als zehn und zwölf Prozent verzeichnen.

Einen Zuwachs von mehr als 10 Prozent verzeichnete das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg allein bei den Auszubildenden für den Beruf des Kfz-Mechatronikers.(Bild:  ProMotor)
Einen Zuwachs von mehr als 10 Prozent verzeichnete das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg allein bei den Auszubildenden für den Beruf des Kfz-Mechatronikers.
(Bild: ProMotor)

Das Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg blickt auf ein erfolgreiches Ausbildungsjahr 2023 zurück: Die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge konnten im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden.

Im Vergleich zu 2022 verzeichnete das Kfz-Gewerbe im Südwesten ein Plus von 10,6 Prozent bei neuen Ausbildungsverträgen für Kfz-Mechatroniker. Insgesamt starteten 3.015 junge Menschen ihre Ausbildung in diesem Bereich.

12,4 Prozent mehr Automobilkaufleute

Auch die Automobilkaufleute legten mit 12,4 Prozent und insgesamt 870 Ausbildungsverträgen zu. Erfreuliche Zuwächse gab es zudem bei Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikern (plus 29,7 Prozent) sowie bei Zweiradmechatronikern (plus 17,6 Prozent bei Motorrad-, plus 7,7 Prozent bei Fahrradtechnik).

„Diese Zahlen sind ein starkes Signal und zeigen, dass unsere Berufe attraktiv für junge Leute sind“, betont Verbandspräsident Michael Ziegler. In Zeiten des Technologiewandels und der Digitalisierung bieten die Ausbildungen in den Autoberufen spannende Tätigkeiten. Und es werde wegen der rasanten Entwicklung in der Branche spannend bleiben, so Ziegler.

Dafür sorgen alternative Antriebe, digitale Vernetzung und autonomes Fahren. Die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für das Kfz-Gewerbe wird immer wichtiger. „Ob in der Werkstatt oder im Autohaus – engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel, um im Wettbewerb zu bestehen und unseren Kunden erstklassigen Service zu bieten. Deshalb ist die Ausbildung für uns eine Investition in die Zukunft“, sagt Ziegler.

Auch nach dem Ende der Ausbildung bietet die Branche attraktive Möglichkeiten – vom klassischen dualen Bildungsweg über die Spezialisierung durch Weiterbildung bis hin zu Führungspositionen oder der Selbstständigkeit, etwa als Meister oder Betriebsinhaber. Auch akademische Abschlüsse in technischen und kaufmännischen Studiengängen sind möglich.

Bessere Rahmenbedingungen erforderlich

Um auch in Zukunft ausreichend Nachwuchs zu gewinnen, sieht Ziegler die Politik in der Pflicht: „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, eine praxisnahe Berufsorientierung an den Schulen, eine wohnortnahe Beschulung in der Ausbildung, eine gute finanzielle Ausstattung der Bildungszentren und mehr Wertschätzung für die berufliche Bildung insgesamt.“  

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