Ergonomie: Fit für den Arbeitsplatz?
Mitarbeiter, die gesund sind, leisten mehr. Die Gesundheit lässt sich aber nicht durch ein bisschen Sport am Wochenende erhalten. Ihre Förderung muss da ansetzen, wo der Mensch den größten Teil seines Tages verbringt: im Unternehmen.

Der Begriff Ergonomie setzt sich aus den griechischen Wörtern „ergon“ (Arbeit) und „nomos“ (Gesetz/Regel) zusammen. Die Wissenschaftler verstehen darunter „die Anpassung der Arbeitsbedingungen an den Menschen“ – und nicht umgekehrt. Schaut man sich jedoch in einigen Autohäusern um, so sind die Arbeitsplätze der Mitarbeiter von einer ergonomischen Gestaltung noch weit entfernt: Falsch eingestellte Sitz- und Arbeitsflächenhöhen, Blendungen am Bildschirm und fehlerhafte Sehabstände zu den Monitoren stehen auf der Mängelliste der Arbeitsmediziner ganz weit oben. Rücken- und Nackenschmerzen sowie Augenbrennen und Probleme mit der Verdauung sind die Folgen der unzureichenden Arbeitsplatzbedingungen. Fast jede vierte Krankschreibung ist auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zurückzuführen, berichten die gesetzlichen Krankenkassen.
Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verursachen diese Erkrankungen Produktionsausfälle in Höhe von 8,5 Milliarden Euro jährlich. „Deutsche Unternehmen verzichten auf 36 Prozent der möglichen Arbeitsleistung an Büroarbeitsplätzen, weil räumliche und ergonomische Voraussetzungen schlecht gewählt sind und Arbeitsplätze nicht den ergonomischen Anforderungen entsprechen“, heißt es im Office-Excellence-Check des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation.
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