Erhöhter Verschleiß an den inneren Reifenschultern Reifenschäden rechtzeitig erkennen

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 6 min Lesedauer

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Das kann tödlich enden: Poser-Gehabe, falsch eingestellte Fahrwerke und niedrige Innendrücke führen in Summe zu erhöhtem Verschleiß an Reifenstellen, die nicht sofort sichtbar sind. Kfz-Betriebe müssen Schäden schnellstmöglich feststellen – und präziser arbeiten.

Erhöhter Verschleiß an den inneren Reifenschultern ist eine seit Jahrzehnten bekannte Problematik. Inzwischen scheint sie jedoch eine neue Qualität erreicht zu haben.(Bild:  Michael Immler)
Erhöhter Verschleiß an den inneren Reifenschultern ist eine seit Jahrzehnten bekannte Problematik. Inzwischen scheint sie jedoch eine neue Qualität erreicht zu haben.
(Bild: Michael Immler)

Michael Immler, Vulkaniseurmeister und Reifensachverständiger, ist bekannt für seine Fachkompetenz und Streitbarkeit. Seine jüngste, auch über das soziale Netzwerk LinkedIn verbreitete Forderung lautet: „Wir können moderne Mehrlenkerachsen nicht so vermessen wie die Achskonstruktionen der Vergangenheit!“

Was steckt dahinter? Der Vulkaniseurmeister hat sich die eingelagerten Räder von zwei Autohäusern und einem Reifenfachbetrieb angesehen. Seine Erkenntnis lautet: „Von etwa 80 untersuchten Reifen wiesen zehn klare sicherheitsrelevante Fehler auf, die hundertprozentig durch nicht optimale Fahrwerkseinstellungen verursacht wurden. Diese Fehler werden auch nicht durch automatisch arbeitende Profilmessanlagen erkannt. 80 Prozent aller Fahrwerksvermessungen sind falsch – dieser Aussage eines Trainers für Fahrwerksvermessungen stimme ich zu.“