Nachhaltige Reifen Erneuerbar ist nicht gleich nachhaltig

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

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Die Reifenhersteller überbieten sich aktuell mit Ankündigungen von umweltfreundlichen Produkten. Doch welche Materialien gelten überhaupt als nachhaltig? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten.

Der neue Ultra-Contact NXT von Continental besteht aus bis zu 65 Prozent nachwachsenden, wiederverwerteten und Massenbilanz-zertifizierten Materialien.(Bild:  Continental)
Der neue Ultra-Contact NXT von Continental besteht aus bis zu 65 Prozent nachwachsenden, wiederverwerteten und Massenbilanz-zertifizierten Materialien.
(Bild: Continental)

Continental hat die Produktion ihres bislang nachhaltigsten Serienreifens in ihrem Werk gestartet.“ „Pirelli hat ein spezielles Logo zur Kennzeichnung von Reifen entwickelt, die zu mindestens 50 Prozent aus biobasierten und recycelten Materialien bestehen.“ „Nokian Tyres kündigt Entwicklungspartnerschaft für noch nachhaltigere Reifen an.“ „Apollo Tyres bezieht 100 Prozent seines Naturkautschuks von Unternehmen, die sich neuen Nachhaltigkeitsrichtlinien verpflichtet haben.“ „Bridgestone entwickelt Reifen aus 75 Prozent recycelten und erneuerbaren Materialien.“

Das sind nur einige Aussagen aus Pressetexten, die die Redaktion in den letzten Monaten erreicht haben. Die Reifenbranche ist auf dem Weg in eine Zukunft mit möglichst wenig Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung. Das ist gut – aber trotzdem kam bei uns eine Frage auf, die sicher auch viele Reifenverkäufer und nicht zuletzt die Endkunden interessieren dürfte: Was bedeutet der Begriff „nachhaltig“ in der Reifenproduktion überhaupt?