Gefälschte Fahrzeugangebote Erneute Warnung vor Betrug mit Autos aus Insolvenzverfahren

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Seit Monaten erhalten Autohäuser attraktive Fahrzeugangebote aus Insolvenzverfahren. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche, vor der bereits gewarnt wurde. Vor wenigen Tagen fiel ein Subaru-Händler beinahe darauf rein.

Mit gefälschten Dekra-Gutachten wirbt ein angeblicher Insolvenzverwalter bei Autohändlern für Fahrzeuge, die aus einer Insolvenzmasse stammen sollen. (Bild:  Pfaff - VCG)
Mit gefälschten Dekra-Gutachten wirbt ein angeblicher Insolvenzverwalter bei Autohändlern für Fahrzeuge, die aus einer Insolvenzmasse stammen sollen.
(Bild: Pfaff - VCG)

„Fast hätte ich hier zigtausende Euro verloren“, sagt Martin K. (der Name ist der Redaktion bekannt). Der Subaru-Händler aus Niedersachsen war auf eine Betrugsmasche hereingefallen, vor der erst kürzlich die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (ZLW) im »kfz-betrieb« gewarnt hatte. Gleich mehrere Autohändler waren bereits Opfer geworden und hatten insgesamt rund 200.000 Euro verloren.

Gebrauchtwagen zu attraktiven Preisen

Angebliche Insolvenzverwalter bieten bei dieser Betrugsmasche Autohändlern günstige Fahrzeuge aus der Insolvenzmasse von anderen Autohäusern an. Das perfide dabei: Die genannten Autohäuser gibt es tatsächlich und sie befinden sich im Insolvenzverfahren. Auch der Insolvenzverwalter, ein Philipp N. (der Name ist der Redaktion bekannt), scheint seriös. Über Suchmaschinen findet sich im Netz ein gleichnamiger Insolvenzverwalter. Seine Unternehmensseite weist ihn als Anwalt aus Hamburg aus. Für Klein schien alles stimmig.