Ersatzteilbörse Hotas: Geld statt Kosten

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Wenn Ersatzteile verschrottet werden müssen oder sollen, kostet das Geld. Zwar sind sie zu diesem Zeitpunkt schon abgeschrieben – weh tut es dennoch. Doch es gibt Möglichkeiten, solche Teile noch zu verkaufen, wie das Beispiel der Dresen-Gruppe zeigt.

„Im vergangenen Jahr haben wir Ersatzteile im Wert von über 23.000 Euro über Hotas verkaufen können, statt sie zu verschrotten“, sagt Lagerleiter Armando de Castro.
„Im vergangenen Jahr haben wir Ersatzteile im Wert von über 23.000 Euro über Hotas verkaufen können, statt sie zu verschrotten“, sagt Lagerleiter Armando de Castro.
(Foto: Wenz)

Lagerplatz kostet Geld, und die Verwaltung von Ersatzteilen verursacht zusätzliche Kosten. Daher haben Autohäuser und Werkstätten in den vergangenen Jahren ihre Lagerbestände immer weiter zurückgefahren. Das war möglich, weil die Großhändler und die Fahrzeughersteller ihre Logistik immer besser ausgebaut haben, bis hin zur mehrfach täglichen Belieferung der Werkstätten.

Dennoch gibt es ein Problem, mit dem sich nahezu jede Werkstatt von Zeit zu Zeit beschäftigen muss: das Verschrotten von Ersatzteilen. Denn im Ersatzteilwesen läuft nicht immer alles glatt, und oft können die Mitarbeiter im Autohaus dies nicht beeinflussen. Es gibt nun mal den Kunden, der Teile bestellt und während der Beschaffungszeit aus irgendwelchen Gründen das Interesse an der Reparatur verliert. Auch Fehlbestellungen lassen sich nicht gänzlich ausschließen.