Ersatzteile: Nicht auf die Marge verzichten
Die Preise für Ersatzteile steigen und steigen. Allerdings ist der Verbraucher längst nicht mehr bereit, jeden Preis für das benötigte Ersatzteil zu akzeptieren. Hersteller und Zulieferer bieten deshalb Austauschteile an – mit Erfolg.
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Gerade wenn ein Fahrzeug älteren Baujahres in die Werkstatt kommt, spielt der Preis der Reparatur eine wichtige Rolle. Der Preis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Stundenverrechnungssatz inklusive der benötigten Zeit und dem Preis für die Ersatzteile. Am Stundenverrechnungssatz ist nicht viel zu machen, wenn das Autohaus oder die Werkstatt ihn sauber kalkuliert hat. Am Teilepreis schon – und zwar ohne zwingend auf Marge verzichten zu müssen.
Denn für die zeitwertgerechte Reparatur haben viele Fahrzeughersteller in den vergangenen Jahren sogenannte zweite Teilelinien aufgelegt, die Autohäuser und Werkstätten ihren Kunden preiswerter anbieten können, als das Original-Ersatzteil. Obwohl die betreffenden Hersteller auch diese Teile als Original-Ersatzteile bezeichnen und die Qualität der zweiten Teilelinie beschwören, sind dies Ersatzteile um bis zu 30 Prozent preiswerter (siehe »kfz-betrieb«-Ausgabe 5/2016). Den Unterschied macht in der Regel die Haltbarkeit der Ersatzteile. Der Ursprung für die Entwicklung der zweiten Teilelinie war die Frage: Warum muss ein Ersatzteil für ein zehn Jahre altes Auto noch mal zehn Jahre halten?
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