Ford Die Produktion des Explorer ist angelaufen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Mit der Elektromobilität ist Ford spät dran – und die Produktion des ersten europäischen E-Modells hat sich zusätzlich verzögert. Nun ist das erste Modell in Köln vom Band gelaufen.

Ford startet die Serienproduktion des vollelektrischen Explorer in den Ford-Werken in Köln.(Bild:  Ford)
Ford startet die Serienproduktion des vollelektrischen Explorer in den Ford-Werken in Köln.
(Bild: Ford)

Ford hat die Serienproduktion seines ersten Elektroautos gestartet, das in Europa in großer Stückzahl vom Band rollen soll. Nach dem Beginn am Dienstagmorgen sollte am Nachmittag der erste Ford Explorer feierlich einer Kundin übergeben werden. Der Produktionsstart sollte ursprünglich schon im vergangenen September sein. Offiziell wegen eines neuen Batterie-Standards dauerten die Vorbereitungen aber länger. Ford hatte knapp zwei Milliarden Euro investiert, um die Produktionsstätte auf Elektrokurs zu trimmen.

Von 2013 bis 2018 produzierte Ford im Saarland eine Elektroversion des Focus, dies aber nur in kleiner Stückzahl und ohne großen Erfolg. Das neue Auto geht in die Massenproduktion, das Kölner Werk hat eine Kapazität von 250.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr. Neben dem nun begonnenen kompakten Geländewagen soll noch ein zweiter Elektro-Pkw in der Domstadt gefertigt werden. Die Produktion des sportlichen Crossovers soll laut Unternehmensangaben noch in diesem Jahr starten. Man werde die maximale Kapazität nicht schon nächstes Jahr brauchen, sagte der Vertriebschef von Ford in Deutschland, Christian Weingärtner. Die Kapazität sei aber „genau richtig, um mit dem Markt mitzuwachsen“. Verkaufsziele nannte er nicht.

Der Explorer ist das erste vollelektrische Großserien-Pkw-Modell, das Ford in Europa für Europa entwickelt hat. Seine Lithium-Ionen-Batterie sollen Reichweiten von über 600 Kilometern zwischen zwei Ladestopps ermöglichen (laut WLTP-Testzklus). Der Produktionsstart des Explorer markiere „den Beginn einer neuen Ära für Ford in Europa“, wird Kieran Cahill, Vice President Manufacturing Ford in Europa, in einer Pressemitteilung zitiert.

In Sachen Elektromobilität ist der Autobauer spät dran, die Konkurrenz ist weit voraus. Ford hofft auf einen hohen Absatz seines neuen Stromers. Die Nachfrage nach Elektroautos hat sich am Gesamtmarkt unlängst aber schlecht entwickelt. Ford setzt bei dem Auto auf Bauteile von VW – die Plattform des Pkw samt Batterie kommt aus Wolfsburg. Die Batterie lässt sich den Angaben zufolge binnen 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent auffüllen, ihre Reichweite liegt bei 602 Kilometern und der Einstiegspreis liegt bei 48.500 Euro. Eine günstigere Explorer-Variante mit einer schwächeren Batterie soll später auf den Markt kommen und 42.500 Euro kosten.

Der US-Konzern ist schon seit 1930 am Rhein präsent, wo er unter anderem den Kleinwagen-Klassiker Ford Fiesta produziert hat. Die Herstellung dieses Pkw wurde im vergangenen Jahr eingestellt, er musste dem neuen Elektroauto weichen. In Köln hat Ford rund 13.000 Beschäftigte und damit deutlich weniger als noch vor einigen Jahren.

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