Vinfast Europataugliches Konzept

Von Andreas Grimm

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Im Schatten vieler bereits bekannter Marken, die in Europa starten wollen, hat sich Vinfast fast unbemerkt in Stellung gebracht. Die ersten Elektromodelle sind bereits zu reservieren. Mit dem stationären Handel tut sich das Fabrikat noch schwer.

In recht kurzer Zeit wurde Vinfast in Vietnam aus dem Nichts heraus weltmarktfähig gemacht. Jetzt steht der Start in Deutschland und Europa an.(Bild:  Vinfast)
In recht kurzer Zeit wurde Vinfast in Vietnam aus dem Nichts heraus weltmarktfähig gemacht. Jetzt steht der Start in Deutschland und Europa an.
(Bild: Vinfast)

Seit Jahresanfang ist das vietnamesische Fabrikat Vinfast in Deutschland aktiv. Nach der Präsentation der Modelle auf der Messe CES in Las Vegas öffnete das erst wenige Jahre alte Fabrikat aus Vietnam seine Bestellbücher auf einer Website für die Frühbucher. Zwei Elektromodelle, genannt VF 8 und VF 9, sind seither zu Preisen von 43.900 und 58.650 Euro zu reservieren. Die Reichweite der Autos soll je nach Ausstattung bis zu 500 und 550 Kilometer betragen. Allerdings kommt es auch bei den Vietnamesen auf die gewünschte Ausstattung an – die aufpreispflichtige Optionsliste ist relativ lang. Mittelfristig sollen es fünf Fahrzeuge in verschiedenen Segmenten werden.

Überraschend ist, dass die Batterie im Kaufpreis nicht enthalten ist. Der Nutzer soll sie abonnieren, was zusätzliche – zunächst nicht bezifferte – Kosten verursacht. Dieses Modell hatten anfangs verschiedene Autobauer erwogen oder auch angeboten, beispielsweise Renault. Inzwischen ist die Trennung von Auto und Batterie im Verkauf aber wieder aus der Mode gekommen.