Erk & Canz
Europaweit Kundschaft ganz ohne Werbung
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VW Käfer in allen Farben und Erhaltungszuständen – wer an der Kfz-Werkstatt Erk & Canz vorbeifährt, kann deren Geschäftsmodell recht schnell erfassen. Ob es aufgeht, erschließt sich aber erst nach einem Aufenthalt.
Freier geht es wohl nicht. Wer den Betrieb von Erk & Canz im schwäbischen Backnang betritt, erkennt gleich, dass Herstellerstandards, die Anforderungen von Werkstattkonzepten oder die „Zwänge“ der Digitalisierung hier keinen Platz haben. Links steht eine einfache Scherenhebebühne, ansonsten Regale mit allem möglichen klassischen Werkzeug aus der „analogen Welt“: Schraubenzieher, Zangen, Hammer, Sägen, Ratschen, ein Schraubstock. Hinten an der Werkzeugwand verspricht ein altes Metallschild „VW Garage – Volkswagen Service“. Die für eine derartige Zertifizierung heute notwendigen Spezialwerkzeuge und Diagnosegeräte? Fehlanzeige! Das Schild hat nur Nostalgiewert. Passender, um die Ausrichtung des Betriebs zu erfassen, ist das Schild daneben: „Meine Werkstatt – meine Gesetze“.
Erk & Canz ist eine außergewöhnliche Kfz-Werkstatt: Repariert beziehungsweise restauriert werden nur VW Käfer und gelegentlich mal ein alter VW Bus. Die Fokussierung wird jedem Passanten sofort klar, der die Hauptstraße vor dem Betrieb entlangfährt. Aufgereiht stehen dort VW-Käfer-Modelle in Hell- und Dunkelblau, Weiß, Rot und Grün auf dem Betriebsgelände. Alle tragen sie H-Kennzeichen, alle sind in Kundenbesitz, alle sind betriebsbereit, und alle sind durch die Hände der beiden Käfer-Spezialisten und -Liebhaber Rainer Erk und Thomas Canz gegangen. Auf der anderen Seite des Betriebsgeländes: noch mehr Käfer. Die sind allerdings nicht fahrtüchtig. Ihr Lack ist matt, abgeblättert. Bodenbleche oder Motorhauben fehlen. „Sie sind unsere Werbung“, lacht Thomas Canz, „wegen des Blickfangs“.
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