Evo-Bus-Partner stellen sich neu auf
Auf den wiedergewählten Vorstand der Evo-Bus-Partner wartet viel Arbeit. Die Neuaufstellung des Netzes samt geänderter CI sorgt für Gesprächsbedarf. Doch die Mitglieder des Führungsgremiums haben bereits Verbandserfahrung.

Die Evo-Bus-Servicepartner haben ihre Führungsspitze im Amt bestätigt. Die Mitglieder haben das Team um den ersten Vorsitzenden des Verbands der autorisierten Servicepartner der Evo-Bus GmbH (VaSE), Peter Bauer, einstimmig wiedergewählt. Das Gremium, zu dem neben Bauer auch Johann Betz (bislang zweiter Vorsitzender), Peter Frieden, Peter Höflich, Michael Krech, Peter Schäfer, Wolfgang Wich, Uwe Mathy und Henrik Sieber gehören, bestimmt auf seiner ersten Sitzung Ende Januar 2017 den neuen Vorsitzenden.
Auf das Team, das für die nächsten vier Jahre gewählt wurde, warten diverse Herausforderungen. Für Gesprächsbedarf sorgen vor allem die neuen Verträge von Evo-Bus. Diese bildeten auch einen Schwerpunkt der Mitgliederversammlung.
Evo-Bus hat die Händlerverträge getrennt. Zum einen schloss der Hersteller neue Verträge für Großbusse von Mercedes-Benz und Setra, zum anderen bot er den Händlern neue Verträge für Mini-Busse an. Letztere beruhen auf den Baumustern für Transporter – entsprechend richtete der Hersteller die Standards aus.
„Die Verträge für Mini-Busse waren für einige Partner nicht unproblematisch“, berichtet VaSE-Vorstandsmitglied Peter Bauer. Sie brachten vor allem für Händler, die bislang nicht bei Daimler unter Vertrag standen, Probleme: „Mit den neuen Verträgen kamen auf sie neue Standards zu.“ Vor allem die zusätzlichen Schulungen und Spezialwerkzeuge, die von den Mini-Bus-Händlern verlangt werden, sorgten bei einigen Partnern für Unmut.
Verkleinerung der Netze
Beim Netzaufbau für Mini-Busse hat der Hersteller seine Ziele quasi erreicht. Insgesamt sollte das Netz 144 autorisierte Betriebe umfassen. Bislang haben sich 140 Unternehmen dafür beworben, von denen der Hersteller bis Anfang Oktober bereits mehr als 100 rezertifiziert hatte.
Doch auch bei den Großbussen hat der Hersteller höhere Erwartungen an die Händler. So will Daimler den Service weiter professionalisieren und sein 24-Stunden-Netz ausbauen. Für die Händler geht damit ein deutlich höherer Aufwand einher. Damit verbunden sind Investitionen in Schulungen und Equipment.
Auch beim Aufbau des neuen Netzes für Großbusse ist der Hersteller auf einem guten Weg. Insgesamt soll das Netz rund 130 autorisierte Partner umfassen. Die meisten hat der Hersteller bereits zertifiziert. Lediglich zwölf Standorte sind noch offen.
Mit den neuen Verträgen will Daimler sein Vertriebsnetz vereinheitlichen. Zuvor setzte es sich sowohl aus reinen Servicepartnern als auch aus Betrieben zusammen, die noch andere Daimler-Marken vertreten, sowie aus eigenen Evo-Bus-Niederlassungen.
Die Maßnahmen zur Angleichung des Netzes nutzte Daimler, um das Gesamtnetz zu verkleinern. Zuvor hatte das Netz rund 200 Partner; vor allem im Servicebereich wollte der Konzern das Netz um ein Viertel ausdünnen.
Zur Mitgliederversammlung des Verbands der autorisierten Evo-Bus-Servicepartner kamen auch Vertreter von Evo-Bus. Werner Maier sprach über das Teilegeschäft in Deutschland, Arian Maaß erläuterte die Entwicklungen im Kundendienst und Harald Noller nahm Stellung zum Servicenetz.
Auf ihrer Versammlung beschlossen die Mitglieder, die Servicepartner bei der Umsetzung der neuen Corporate Identity zu unterstützen. Bis spätestens nächstes Jahr müssen die Betriebe die neuen Herstellervorgaben umsetzen. Unterstützung erhalten sie vom Hersteller keine. Deshalb hat der Verband beschlossen, die Händler bei der CI-Einführung finanziell zu fördern.
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