Ex-Opel-Managerin Rita Forst wird VW-Kontrolleurin
2012 musste Rita Forst wegen der Opel-Krise ihren Posten als Entwicklungsvorständin der Rüsselsheimer räumen. Jetzt kehrt sie aktiv in die Autoindustrie zurück. Sie stößt zum Team von US-Monitor Larry Thompson, der VW in Folge der Abgas-Affäre überwacht.

Rita Forst startet ein Comeback in der Autoindustrie. Wie ein Volkswagen-Sprecher bestätigte, stößt die 62-Jährige in Wolfsburg zum Team des US-Aufsehers Larry Thompson. Dieser überwacht in Folge der Abgas-Affäre noch bis Mitte 2020 den Konzern und soll garantieren, dass VW nicht mehr gegen amerikanische Umweltgesetze verstößt. Darauf hatten sich die Wolfsburger mit der US-Justiz verständigt, um die „Dieselgate“-Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten zu beenden und weitere kostspielige Prozesse zu vermeiden.
Forst soll sich demnach in Thompsons Team, das bislang hauptsächlich aus Juristen besteht, vor allem um technische Fragen kümmern. Die Expertise dafür hat sie als Maschinenbau-Ingenieurin.
Zudem bringt Forst reichlich Erfahrung in der Automobilindustrie mit. Zwischen 1977 und 2012 arbeitete sie bei Opel, zuletzt hatte sie im Vorstand der Rüsselsheimer das Entwicklungs-Ressort verantwortet. Diesen Posten verlor Forst 2012 im Zuge der damaligen Krise bei Opel. Zuvor war die heute 62-Jährige beispielsweise maßgeblich am Aufbau des Dieselmotoren-Entwicklungszentrum des damaligen Opel-Mutterkonzerns General Motors beteiligt gewesen. Zuletzt war es um Rita Forst relativ ruhig geworden, gänzlich aus den Augen verloren hat sie die Autobranche aber nicht: Sie sitzt im Aufsichtsrat des Zulieferers Elring Klinger.
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