Handwerkskammer Reutlingen Ex-Präsident Joachim Möhrle ist gestorben

Von Doris S. Pfaff

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Das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg trauert um Joachim Möhrle. Der ehemalige Präsident der Handwerkskammer Reutlingen starb im Alter von 75 Jahren. Möhrle hatte sich in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert und war unter anderem Präsidiumsmitglied des ZDH.

Joachim Möhrle, ehemaliger Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, ist im Alter von 75 Jahren verstorben.(Bild:  Handwerkskammer Reutlingen)
Joachim Möhrle, ehemaliger Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, ist im Alter von 75 Jahren verstorben.
(Bild: Handwerkskammer Reutlingen)

Joachim Möhrle ist am 17. Oktober überraschend im Alter von 75 Jahren gestorben, teilte der Kfz-Landesverband Baden-Württemberg mit. „Mit ihm stand viele Jahre ein Autohausunternehmer an der Spitze der Handwerksorganisation im Land, der für unsere Branche und das gesamte Handwerk viel erreicht hat und den ein beeindruckend breit gefächertes ehrenamtliches Engagement auszeichnete“, so Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß.

Möhrle hatte sich in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert. So war er seit 1989 Vollversammlungs- und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Reutlingen und wurde 1999 zu deren Präsidenten gewählt. 2004 erfolgte seine Wahl zum Präsidiumsmitglied des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und zum Vorstandsmitglied des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT). Zeitgleich mit dieser Wahl wurde er zum Vorsitzenden des DHKT-Finanzausschusses berufen.

Seine ehrenamtliche Laufbahn startete Möhrle als Schriftführer bei seiner Heimatinnung Freudenstadt-Calw im Jahr 1974, später gehörte er dem Sozialpolitischen Ausschuss an und war für den Landesverband 15 Jahre lang in der Tarifkommission tätig, zeitweise als deren stellvertretender Leiter.

Auch im Sozialpolitischen Ausschuss des ZDK war Möhrle aktiv. 1987 wurde Joachim Möhrle Kreishandwerksmeister in Freudenstadt, bei der Handwerkskammer Reutlingen war er seit 1989 zunächst als Mitglied der Vollversammlung und als Vorstandsmitglied aktiv. Schließlich wurde er 1999 als erster Nicht-Handwerker für 15 Jahre deren Präsident.

Höhepunkt seiner ehrenamtlichen Laufbahn war die Wahl zum BWHT-Präsidenten: Die zehn Jahre seines Wirkens als Landeshandwerkspräsident waren geprägt von entscheidenden Herausforderungen nach der Änderung der Handwerksordnung im Jahr 2004 sowie der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009, erinnert Beuß. Möhrle habe den Interessen des Handwerks in beeindruckender Weise und durch hohen persönlichen Einsatz bei der Politik Gehör verschafft.

„Möhrles Handeln war gekennzeichnet durch geballte Kompetenz, brillante Rhetorik, große Leidenschaft für die Sache, unbändige Durchsetzungs- und Schaffenskraft, Weitsicht und die herausragende Fähigkeit, als Teamplayer Ziele anzugehen und zu erreichen. Ohne die Leistungen seiner Vorgänger schmälern zu wollen, war er der vielleicht beste Präsident, den das Handwerk auf Landesebene je hatte. Er war ein echter „Sir“ und ein Grandseigneur des Handwerks und der gesamten Wirtschaft“, sag Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg. Möhrle habe sich für den Verband über viele Jahre hinweg sehr engagiert und sei ein „beliebter und anerkannter Partner und Mitstreiter“ gewesen.

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