Fahrwerk: Wenn der Dämpfer tropft

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Der halbjährliche Räderwechsel bietet eine gute Gelegenheit, auch die Dämpfer zu prüfen. Doch immer mehr Fahrzeuge haben elektronisch geregelte Dämpfer oder Luftfederbeine. Dadurch kommt beim Fahrwerksservice manch Neues hinzu.

Erst wenn die neuen Dämpfer drin sind, merken viele Fahrer, wie schlecht die alten bereits waren.
Erst wenn die neuen Dämpfer drin sind, merken viele Fahrer, wie schlecht die alten bereits waren.
(Bild: Bilstein)

Es sagt sich immer so leicht: „Clevere Werkstätten laden ihre Kunden zu regelmäßigen Stoßdämpfer-Checks ein. Gerade jetzt im Frühjahr lässt sich dies perfekt mit dem sowieso fälligen Räderwechsel verbinden“, wirbt beispielsweise Bilstein. Auch andere Dämpferhersteller haben in jedem Frühjahr und Herbst ähnliche Tipps auf Lager – nicht ganz uneigennützig, versteht sich. „Was soll ich denn noch alles machen?“, wird sich da mancher Serviceberater fragen, der am Rädersamstag die Kunden im Viertelstundentakt durchschleust.

Aber es ist nötig – nicht nur, um den Kundenkontakt beim Räderwechsel auch in Folgeumsatz zu verwandeln, sondern auch, weil der Autofahrer den langsamen Verschleiß der Schwingungsdämpfer meist gar nicht wahrnimmt. „Der Kunde wird das Thema nicht von selbst ansprechen – das muss die Werkstatt tun“, bekräftigt Rainer Popiol, Schulungsleiter bei Thyssen-Krupp Bilstein. „Er merkt erst, wie schlecht seine Dämpfer waren, wenn sie gewechselt wurden.“