DUH Fahrzeuge von Spitzenpolitikern stoßen zu viel CO2 aus

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Großteil der Berufspolitiker in Deutschland ist noch immer mit klimaschädlichen Fahrzeugen unterwegs. Das geht aus dem jährlichen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe hervor.

Bettina Stark-Watzinger steigt vor dem Haus der Bundespressekonferenz aus ihrem Audi.(Bild:  picture alliance / Geisler-Fotopress)
Bettina Stark-Watzinger steigt vor dem Haus der Bundespressekonferenz aus ihrem Audi.
(Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die aus ihrer Sicht vielen klimaschädlichen Dienstwagen von deutschen Spitzenpolitikern. Laut einer Auswertung der DUH fahren beispielsweise 162 der 252 gelisteten Politiker auf Bundes- und Landesebene Dienstfahrzeuge, deren Ausstoß 20 Prozent über dem Grenzwert liegt. Die Zahlen der Umwelthilfe sind allerdings nur bedingt mit anderen Statistiken vergleichbar.

Die Umwelthilfe geht für ihre Rangliste beispielsweise davon aus, dass Plug-In-Hybride nur im Verbrennermodus genutzt werden. Laut Studien trifft das oft zu, ob die Spitzenpolitiker und ihr Fuhrparkmanagement aber auch tatsächlich so vorgehen, ist offen.

Dass manche Politiker mehrere Dienstwagen zur Verfügung haben, wird in der Liste der DUH nicht berücksichtigt. Auf Rückfrage bestätigte die Umwelthilfe, dass pro Politiker nur das Fahrzeug mit den höchsten Emissionswerten aufgelistet wurde.

Von den neun Bundesministern in der Auswertung fahren laut DUH vier mit reinen Elektroautos (Entwicklungsministerin Svenja Schulze, Familienministerin Lisa Paus, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir und Umweltministerin Steffi Lemke) und fünf mit Plug-In-Hybriden (Bauministerin Klara Geywitz, Arbeitsminister Hubertus Heil, Verkehrsminister Volker Wissing, Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Justizminister Marco Buschmann). Die Wagen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und einigen besonders gefährdeten Ministern wurden wie bereits in den vergangenen Jahren wegen ihrer schweren Panzerung nicht gewertet.

Von den 16 Regierungschefs der Länder fahren laut DUH zwei mit Elektroautos (Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann). Fünf weitere nutzen Plug-In-Hybride.

Auf dem letzten Platz des diesjährigen DUH-Rankings landeten Bundesjustizminister Marco Buschmann und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (beide FDP), deren A8 laut des Vereins mit jeweils 205 Gramm pro Kilometer mehr als doppelt so viel CO2 ausstoßen wie der EU-Flottengrenzwert erlaubt.

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