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Fahrzeugvernetzung: Digitale Karteileichen

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Immer mehr Neuwagenkunden nutzen die Möglichkeiten, die ihnen vernetzte Fahrzeuge bieten. Doch was passiert, wenn diese Autos verkauft werden? Die Herausforderung für die Händler ist es, die Gebrauchtwagenkäufer ebenfalls ins Netz zu holen.

Die Vorteile der Vernetzung müssen demnächst vielen Gebrauchtwagenkäufern nahegebracht werden.
Die Vorteile der Vernetzung müssen demnächst vielen Gebrauchtwagenkäufern nahegebracht werden.
(Bild: Gorodenkoff Productions OU)

Je älter das Fahrzeug und je länger die Namensliste in der Zulassungsbescheinigung, desto geringer ist oft das Reparaturbudget der Halter. Um so größer ist die Herausforderung für die Autohändler, diese als Servicekunden in ihre Häuser zu holen. Viele Autohersteller und Markenhändler führen groß angelegte Servicemarketingaktionen durch, um diese Kundengruppe zu aktivieren. Oft sind sie dabei gar nicht teurer als die markenunabhängige Konkurrenz – allein viele Gebrauchtkäufer kommen gar nicht erst auf die Idee, zum Markenpartner zu gehen.

Hilfe beim Bemühen um den Zweitkäufer könnte demnächst die Digitalisierung bringen. Gebrauchtwagenkäufer sollen nicht nur Servicekunden werden bzw. bleiben, sondern sich auch den Vernetzungskonzepten der Autohersteller anschließen. Bei den meisten Premiummarken werden diese – beispielsweise Mercedes Me oder BMW Connected Drive – von Neuwagenfahrern sehr rege genutzt. Doch wenn das Fahrzeug nach zwei oder drei Jahren abgegeben und weiterverkauft wird, lautet die Aufgabe, Kontakt zum Neubesitzer herzustellen und diesen zur Nutzung von Me und Co. zu bewegen. Keine leichte Sache, denn hier sind folgende Verläufe möglich: