Farbprofis: PPG und Nexa Autocolor

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Laut den Lacklieferanten PPG und Nexa Autocolor haben die Werkstätten selbst zu ihrem Wachstum beigetragen - durch aktivere Werbung.

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„Das Jahr 2007 war eines der erfolgreichsten Jahre überhaupt. Im Volumen hatten wir zweistellige Zuwachsraten. Darüber hinaus konnten wir neue Kunden gewinnen“, berichtet Gerhard Gröner, Brand Development Manager für PPG und Nexa Autocolor. In beiden Lackmarken verzeichnet er diese Entwicklung.

„Das gesamte Karosserie- und Lackgeschäft ist in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen, weil es immer weniger Unfälle gab und die Verbraucher ihre Fahrzeuge nicht mehr reparieren ließen“, führt Gröner aus. Nicht so im Jahr 2007 – da habe es eine Trendwende gegeben.

Allerdings hätten auch die Werkstätten selbst ihren Teil zum Wachstum beigetragen. Die Betriebe hätten erkannt, dass sie selbst aktiv werden müssten, um zu zeigen, was sie können. Deshalb hätten sie ihre Werbung professionalisiert. „Sie sind in ihrem Werbeauftritt nicht nur besser, sondern auch offensiver geworden“, führt Gröner aus.

Sowohl PPG als auch Nexa Autocolor würden die Werkstätten bei ihrem Kampf um die Kundengunst unterstützen. Allerdings würden die Partner von Nexa Autocolor etwas intensiver betreut. „Hier finden sich hauptsächlich Freie Werkstätten, die keine Marketingunterstützung eines Autoherstellers erhalten“, erklärt Gröner.

Der Brand Manager glaubt, dass sich das Wachstum der beiden Lackmarken auch im Jahr 2008 ungebrochen fortsetzen wird. „Im Herbst 2007 konnten wir erhebliche Kundenzuwächse bei beiden Marken erzielen“, berichtet der Manager. Die Auswirkungen auf das Geschäft würden erst in diesem Jahr voll zu Buche schlagen. Darüber hinaus ist Gröner überzeugt, dass er auch weiterhin viele neue Kunden für eine seiner beiden Lackmarken gewinnen kann.

Derzeit verzeichnet Gröner pro Jahr etwa 200 Kundenneuzugänge bei den beiden Marken – obwohl „die Lackiererbranche eigentlich durch Kontinuität gekennzeichnet wird.“ Das heißt, die Lackierer sind in der Regel treue Kunden – sie glauben an und vertrauen auf ihre Lackmarke. Jedoch hatten in den vergangenen zwei Jahren alle Lackierbetriebe mit der VOC-Umstellung zu tun. Laut Gröner hat das den einen oder anderen Lackierer veranlasst, sich doch einmal im Angebotsmarkt für Lacke umzuschauen. „Das Treuebild in der Branche wurde dadurch verändert, bei uns hat es einen Schub gegegeben“, sagt Gröner.

Gut aufgestellt

PPG sei in diesem Bereich von Anfang an sehr gut aufgestellt gewesen und hätte jedem Betrieb ein passendes Lacksystem anbieten können. „Wir hatten nicht nur einen VOC-konformen Klarlack, sondern ein ganzes Sortiment“, berichtet der technische Leiter Thomas Leuchten.

In diesem Jahr vervollständigt PPG die Lackserie Engine Bay – Farben für den Motorraum. „Damit erzielen wir bei einer Motorhaubenlackierung fast zwei Stunden Zeitvorteil gegenüber dem herkömmlichen Lackaufbau. Das ist ein kleiner Innovationsschritt mit einer großen Auswirkung auf den Reparaturprozess“, resümiert Leuchten.?

Konrad Wenz

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