Federal-Mogul greift sich Honeywells Bremsbelaggeschäft

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Der amerikanische Zulieferer kauft zwei Werke des ebenfalls amerikanischen Konkurrenten. Wie es mit den Honeywell-Marken Bendix und Jurid weitergeht, ist allerdings noch unklar.

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Die Jurid-Produkte gehen an Federal-Mogul, die Marke zumindest vorerst nicht.
Die Jurid-Produkte gehen an Federal-Mogul, die Marke zumindest vorerst nicht.
(Foto: Honeywell)

Der amerikanische Zulieferer Federal-Mogul übernimmt Teile des Bremsbelaggeschäfts für Automobil- und Industrieanwendungen von Honeywell. Dazu gehören zwei erst kürzlich errichtete Produktionsstätten in China und Rumänien. Die Geschäftseinheit Honeywell Friction Materials mit Hauptsitz in Glinde bei Hamburg beschäftigt weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter. Die Übernahme soll vorbehaltlich der üblichen Genehmigungsverfahren der Behörden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit der Übernahme erweitert Federal-Mogul seine Fertigungskapazitäten und -kompetenzen bei Bremsbelägen. Bereits heute stellt das Unternehmen eine große Bandbreite an Automobil- und Industrieanwendungen für die Erstausrüstung und das Ersatzteilgeschäft her und vertreibt diese Produkte unter den Marken Wagner, Ferodo und Necto im weltweiten automobilen Ersatzteilmarkt.

Wie es mit den Bremsbelagmarken von Honeywell, Jurid und Bendix, weitergehen wird, ist dagegen noch ungeklärt. Laut einer Sprecherin von Federal-Mogul bleibt das Markenportfolio des Konzerns vorerst unverändert. Ob Jurid und Bendix bei Honeywell bleiben oder zukünftig vom Käufer weitergeführt werden, will Federal-Mogul später bekanntgeben.

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