Fehlermeldung nach Kaltstart
Diagnose-Praxistipp von FCD: Sollten nach einem winterlichen Kaltstart Kontrolllampen aufleuchten und im Fahrzeugfehlerspeicher „seltsame“ Meldungen erscheinen, kann es sich im einen so genannten „Bit-Kipper“ handeln.
Anbieter zum Thema
Besonders in der kalten Jahreszeit leiden Fahrzeuge oftmals unter einer mangelnden Stromversorgung durch die Batterie. Da in modernen Fahrzeugen eine Vielzahl an Steuergeräten verbaut sind, kommt es vor, dass nach einem Kaltstart bei Minusgraden zahlreiche Warnleuchten dauerhaft aufleuchten. Aufgrund der Vielzahl elektronischer Komponenten in Fahrzeugen kann passieren, dass es das Ladesystem gerade bei Kurzstreckenbetrieb nicht schafft, die Fahrzeugbatterie entsprechend zu laden. Ein Grund könnte auch eine nicht richtig gesteckte Sicherung oder ein abgefallener Massekontakt sein. Außerdem könnte der Generator aus irgend einem Grund nicht die volle Leistung erbringen.
Es kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass eines der elektronischen Systeme nicht korrekt arbeitet. Schuld daran kann die Unterspannung durch die Batterie oder auch eine mangelhafte lokale Spannungsversorgung sein. Beim Auslesen des Fehlerspeichers kommen oftmals Meldungen wie „Steuergerät defekt“, „Drosselklappenmodul defekt“ oder „Kurzschuss in dem Injektorbereich“ usw. Doch in zirka 80 Prozent der Fälle liegt die Ursache an anderer Stelle.
Mögliche Ursache: Bit-Kipper
Meistens sind mehrere Fehlermeldungen im Fehlerspeicher abgelegt und unter den Umgebungsbedingungen können unplausible Angaben stehen, z. B. ein Datum wie „32.14.2007“ oder es sind nur „Nulllen“ hinterlegt (siehe Bilder). In einem solchem Beispiel handelt es sich laut Aussage der Diagnoseexperten von FCD um einen so genannten „Bit-Kipper“. Durch eine Unterspannung im Bordnetz oder nur an dem betroffenen Steuergerät startet das Programm nicht richtig. Die Folge ist, dass die Checksumme bei der Kontrolle nicht stimmt. Ist dies ein sporadischer Fehler, wird das Problem vom Systmen beim nächsten Start (Reboot) beseitigt.
Eine wirksame Fehlersuchmethode sollte laut FCD logisch ablaufen. Das heißt zuerst sollte der Mechaniker die Batterie ordnungsgemäß laden, testen und erst dann die wichtigsten Masse- und Versorgungs-spannungspunkte dynamisch beim Start kontrollieren. So erspart sich die Werkstatt möglichen Ärger mit dem Kunden aufgrund von Wiederhoreparaturen.
(ID:339325)