E-Mobilität Ferrari präsentiert Chassis seines ersten vollelektrischen Modells

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Das erste BEV des italienischen Sportwagenherstellers heißt Elettrica und soll im kommenden Frühjahr gänzlich präsentiert werden. Die Häppchen-Marketingstrategie beginnt mit der Vorstellung des Chassis. Die Erzeugung des speziellen Klangs des Elettrica vergleicht Ferrari mit der Funktion der E-Gitarre.

Ebenso wie das Chassis besteht auch die Karosserie zu 75 Prozent aus recyceltem Aluminium.(Bild:  Ferrari)
Ebenso wie das Chassis besteht auch die Karosserie zu 75 Prozent aus recyceltem Aluminium.
(Bild: Ferrari)

Nach den Hybridmodellen 599 Hy-KERS-Prototyp und La Ferrari sowie den Plug-in-Hybriden SF90 Stradale und 296 GTB präsentiert Ferrari mit dem Elettrica das erste vollelektrische Modell der Unternehmensgeschichte. Nach eigener Aussage ist das BEV produktionsreif, alle wesentlichen Komponenten wurden im eigenen Haus entwickelt und dabei gut 60 Patente angemeldet.

Dennoch präsentiert der Hersteller zunächst nur das Chassis – Stichwort Häppchen-Marketingstrategie –, verrät jedoch auch einiges zum Gesamtfahrzeug:

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  • Fahrzeugarchitektur mit kurzem Radstand, ebensolchen Überhängen und mit nach vorn gerückter Fahrerposition nahe der Vorderachse
  • Chassis und Karosserie bestehen zu 75 Prozent aus recyceltem Aluminium, was pro Fahrzeug 6,7 Tonnen Kohlendioxid einsparen soll
  • vollständig in den Boden zwischen Vorder- und Hinterachse integrierter, reparaturfähiger Hochvoltakku mit 800 Volt Nennspannung, 15 Modulen, 14 Zellen pro Modul, 122 Kilowattstunden Gesamtkapazität und 350 Kilowatt maximale Ladeleistung
  • im Vergleich zu einem Modell mit Verbrennungsmotor um 80 Millimeter abgesenkter Schwerpunkt
  • Gewichtsverteilung des Gesamtfahrzeugs: 47 zu 53 Prozent (vorn zu hinten)
  • Hinterachse mit Hilfsrahmen – der erste in der Unternehmensgeschichte
  • Steuerung des aktiven Fahrwerks mit 48-Volt-Teilbordnetz
  • Allradantrieb mit zwei Permanentmagnet-Synchronmotoren und sogenannten Halbach-Array-Rotoren, die aus der Formel 1 stammen und für die Serienproduktion adaptiert wurden
  • maximale Drehmomente der Achsen: 8.000 Newtonmeter hinten, 3.500 Newtonmeter vorn
  • maximale Leistungen: 620 Kilowatt hinten, 210 Kilowatt vorn
  • Höchstdrehzahlen: 25.500 pro Minute hinten, 30.000 pro Minute vorn
  • Vorderachse entkoppelbar, um dem BEV Hinterradantriebscharakter zu verleihen
  • drei Fahrmodi: Range, Tour und Performance
  • drei an der Reifenentwicklung beteiligten Zulieferer, Wahlmöglichkeit zwischen fünf Spezialreifen: drei für den Einsatz auf trockener Fahrbahn, eine Wintervariante und eine mit Runflat-Technologie
  • Nenndaten des Gesamtfahrzeugs: Gewicht 2.300 Kilogramm, Systemhöchstleistung 736 Kilowatt (Boost-Modus), Höchstgeschwindigkeit 310 Kilometer pro Stunde, 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in 2,5 Sekunden

Und wie klingt das alles? Zitat Ferrari: „Der Klang des vollelektrischen Ferrari wird nicht digital erzeugt, sondern ist der direkte und authentische Ausdruck seiner Komponenten: Ein an der Hinterachse angebrachter Hochpräzisionssensor erfasst die Frequenzen des Antriebsstrangs, die verstärkt und in die Umgebung projiziert werden – wie bei einer E-Gitarre, bei der der Klang nicht auf natürliche Weise durch den Korpus der Gitarre, sondern durch einen Verstärker hervorgebracht wird. […] Das Ergebnis ist eine authentische, dem Elektromotor eigene ‚Stimme‘, die sich jedoch nur dann bemerkbar macht, wenn sie funktional sinnvoll ist. Sie gibt dem Piloten Feedback und verstärkt das Gefühl dynamischer Reaktion.“

Zu den nächsten Schritten der anfangs erwähnten Häppchen-Marketingstrategie sagt Ferrari: „Die Enthüllung des neuen Ferrari Elettrica wird zu Beginn des Jahres 2026 mit einem Ausblick auf Optik und Haptik der Designkonzepte für den Innenraum fortgesetzt. Ein paar Monate später, im kommenden Frühjahr, folgt dann der Höhepunkt der elektrischen Reise: die Weltpremiere des Modells mit seiner harmonischen Verschmelzung von Technologie und Design.“

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